Freitag, 20. Dezember 2013

Ich liege nicht nur auf der faulen Haut....

...nein ihr Lieben, ich war auch an der Nähmaschine. Im Moment geschieht das zwar immer nur mal so zwischendurch, Nachts oder in den frühen Morgenstunden, aber immerhin kann ich einiges an Ausbeute aus den letzten zwei Wochen nachweisen :) Martha wurde dreimal genäht, in allen möglichen Längen und einmal für die Marie als Miniversion. Eine Mütze hat die Marie bekommen, weil sie was kuscheliges wollte und ich hab mal einen Versuch unternommen, eine Beanie zu stricken und eine Bommel zu fummeln. Ach ja und dann mussten noch Unterhöschen genäht werden, weil die gekauften immer meiner Maus an den Babyspeckschenkelsche einschneiden:




 


 
 
So, nun verabschiede ich mich schon mal in meine wohlverdiente Weihnachtsruhe. Genäht wird dieses Jahr nix mehr, null Komma null, Feierabend, Ende, Schicht im Schacht :)

Samstag, 30. November 2013

Martha ist fertig, Frida auch und die Marie hat einen Elfenstiefel bekommen...

Wenig Zeit, aber dennoch mussten ein paar dringende Projekte her. Einmal wollte ich schon ewig die Martha nähen, die hat mir bei schon so vielen Mädels auf den Blogs gefallen. Die passende Frida dazu durfte natürlich auch nicht fehlen. Also hin zu Milchmonster und den Schnitt "Martha hoch drei" bestellt und das kam beim Probenähen heraus (wieder einmal ein Shirt aus Trigema-Putzlappen):


 
 
und die Marie hat einen Nikolausstiefel für den Kindergarten gebraucht. Also husch hingesetzt und für Marie und deren Freundin Jill je einen Elfenstiefel genäht (Nikolausstiefel hat ja wirklich jedes andere Kind schon) :)
 

Dienstag, 26. November 2013

Möge der Winter kommen....

Von mir aus, denn mein Blazer nennt sich Winterrose und das kann ja nicht nix zu bedeuten haben. Muss ich wohl mal TOSCAminni fragen, denn von denen ist der Schnitt:


Na und dann hat Marie noch einen Fleecepulli bekommen, mit Rollkragen dran und nochmal eine "Sue" von Ninchenschaos.



Sonntag, 17. November 2013

Schneller Pulli für den Stoffmarktausflug nach Freiburg und Ausbeute

Damit die Marie bei der Eiseskälte auf dem Stoffmarkt in Freiburg nicht frieren muss, hab ich ihr fix einen neuen Rolli genäht, bisschen länger als normal, dass er über den Po geht:


Außerdem wollte ich euch meine Stoffmarktausbeute vom Samstag nicht vorenthalten:
Es sind überwiegend Kinderjerseys und ein Doublefleece geworden, einen Babycord mit den Olaf-Schubert-Karos drauf und einen Baumwollstoff für ein Nähobjekt für eine werdende Jungenmami. Rechts ist eine Art Walk zu sehen und links oben am Arm der Puppe ist ein elastischer Spitzenstoff für ein Überkleid.

Sonntag, 10. November 2013

Retro ist in...

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...daher hatte ich mich in den Overall Sue von Janina verguckt:

http://de.dawanda.com/product/50924862-Overall-SueEBook

und hab ihn dann direkt mal probe genäht. Hatte hier noch ein Stück Stoff rumliegen, einen
Sweatstoff, innen angerauht.

Dienstag, 5. November 2013

Wie viele Mützen braucht ne kleine Maus?

Jede Menge, wenn es nach Mama geht :) darum hat die Marie auch nochmal eine bekommen:

Montag, 4. November 2013

Der Nähsonntag brachte folgende Ausbeute:

einen Turnbeutel, innen mit Wachstuch für die Gummistiefel der kleinen Marie
 
 
dann hat Marie noch eine Bauchtasche bekommen, damit sie etwas hat, um ihren Schnulli hinein zu stecken (vielleicht ist er ja jetzt dann weniger im Mund ;-)):




Und Mami hat noch einen Rock:

 und einen Longpullover bekommen:

Freitag, 1. November 2013

Mal was für Mutti....

Aus einem 60cm Reststück wurde ein Rock (daher ist der auch so kurz, hihi) und aus Comazo-Resten wurden zwei Rollis. Die Schnitte sind aus der aktuellen Sabrina-Women. Nicht mein Heft, irgendwie fangen dort die Größen erst bei 38 an und der Pullover sah vom Schnitt her aus, als wäre er für eine Matroschka gemacht. Nee, so was mag ich nicht, dann kann ich ja gleich Lutterloh :)


Freitag, 25. Oktober 2013

Winterpullover und Ballonkleid "Marie"

Nirgends gibt es gscheide Rollkragenpullover als Schnittmuster. Also ich meine Pullover, die nicht die Rebellion der Kids auslösen, zieht man es über den Kopf. Daher hab ich einen Kapuzenpulli-Schnitt aus der aktuellen Burda-Kids genommen, die Kapuze weggelassen und ein Krägelchen drangezaubert, ohne Schnick und ohne Schnack:




 
 
Dann hatte ich schon länger noch einen Schnitt von TOSCAminni hier liegen und zwar das Ballonkleid "Marie", ja ernsthaft, das heißt so und daher sollte auch die Marie so eines haben. Ich hatte so meine Mühe, mich auf den Workshop von TOSCAminni zu konzentrieren, wollte es schnell und auf eigene Faust zu Ende bringen und hab daher ein wenig abgewandelt. Die Träger sind aus demselben Babycord wie das Kleid, hinten habe ich anstatt der Knöpfe einen RV eingenäht und da mir gekräuselt nicht so arg gefällt, hab ich dem Kleid vorne eine große Kellerfalte verpasst:
 

Dienstag, 22. Oktober 2013

Nachtschicht....

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Hab nochmal eine Schnabelina-Bag in small genäht in den Vereinsfarben des Fußballvereines meiner Tochter:




Und für Marie nochmal eine Zipfelmütze Wintertime, gefüttert für die warmen Tage :)
Ihr bekommt das Schnittmuster bei TOSCAminni.....http://toscaminni.blogspot.de/

Sonntag, 20. Oktober 2013

Samstag, 19. Oktober 2013

Hab wieder mal die Nächte durchgemacht....aber nicht so, wie ihr jetzt denkt...

Zweimal das Kapuzenshirt "Ferdinand" von TOSCAminni


drei Raglanshirts



eine Steppweste gefüttert mit Fleece

Samstag, 5. Oktober 2013

Oktoberfest in Zoznegg

Mein Dirndl ist nach vielen auf und ab´s endlich fertig geworden und so konnte ich heute mit Marie zum Oktoberfest nach Zoznegg und bei einer Modenschau mitlaufen. Hier darf man selbstgenähte Dirndl präsentieren und das haben Marie und ich getan, Marie natürlich nicht ohne ihre Schnabelina-Mini-Bag:





Schnabelina Mini-Bag für Marie

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Marie war total neidisch auf die Medium-Bag, die ihre Schwester bekommen hat, zumal diese aus IHREM Dirndlrockstoff gemacht wurde. Da musste also ein Ersatz her, der größentechnisch auch etwas für ein Zweijährige ist. Die Small war dafür auch noch zu groß, also habe ich diese auf etwa 75% verkleinert und darf euch hier das Ergebnis präsentieren:


Und jetzt ab zum Nähfrosch damit..........

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Juhuuuuuu, die Schnabelina-Bag ist fertig

...und Marie findet sie auch klasse...

Sonntag, 29. September 2013

So langsam wird es eine Tasche....

...und ist als solche bereits erkennbar :) und der erste Kommentar vom Tochterkind
"waaaas, sooooo groß wird die Tasche"....JA mein Kind, soll ja ein Ordner reingehen, wird ja deine Schultasche.............oh die Jugend.


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Kleider im japanischen Stil
25 Projekte mit Nähanleitung



Sato Watanabe

Lieferbar seit: 09/2013 in Deutsch 1. Auflage, seit 2006 in Originalsprache
120 S. , durchgehend farbige Abb.
Format: kartoniert, 18,2 x 25,7 cm, 400 g
Haupt Verlag
ISBN 978-3-258-60073-4
€ 24,90 [D] CHF 33,90 [CH] € 25,60 [A]


Quelle: Coverdownload Haupt Verlag Bern
 Blick ins Buch

Zur Autorin
Sato Watanabe wurde 1971 in Fukushima geboren, studierte Bekleidungs- und Accessoire-Design am Junior College, bevor sie später eine Berufsschule besuchte. Begonnen hatte ihr berufliche Laufbahn in einer Redaktion. Mit 28 Jahren begann sie dann, Koch- und Nähbücher zu schreiben. Das große Ziel von Watanabe ist es, einfache und schlichte Designs vorzustellen mit einer Portion Originalität.
Weitere Werke von ihr sind beispielsweise "Straight-Stitched and Shapely: Tunics and Dresses" oder auch "Japanese Sewing Pattern Book for Women"

Zum Inhalt
Das Buch hat 25 Nähprojekte, daher auch 25 einzelne Kapitel. Zusätzlich sind noch Informationen rund um das Nähen enthalten, werden Grundtechniken beschrieben und am Ende des Buches befinden sich die Schnittmuster der Projekte.
Rezension
Ohne groß Worte zu verlieren geht es direkt zu Kapitel eins über, das erste Kleid. Das ist sehr angenehm, denn man kommt so als Leser direkt zu dem, was einem zum Kauf des Buches bewogen hatte - zum Nähen. Das erste Kleid ist ein schlichtes Sommerkleid mit Stehkragen. Allein die Bilder machen schon Lust aufs Nähen, der Stoff ist traumhaft schön gewählt, ein Leinenstoff mit ganz viel Blumen drauf, die rote Blüten haben. Schaut man sich das Kleid im Endergebnis an, könnte man sich sehr gut vorstellen, dieses Projekt "mal eben im vorbeilaufen" mitzunehmen und nachzuarbeiten. Das Kleid hat einen Stehkragen, keine Ärmel und riesige Kellerfalten, geht bis zum Boden. Ich dachte sofort "super, damit schön durch die Sommerwiese spazieren laufen und auf den nächsten Regenschauer warten, der ein wenig Abkühlung verspricht".
Diese Einfachheit, diese Schlichtheit der Kleidungsstücke zieht sich durch das ganze Buch. Schon beim ersten Durchblättern fängt es im Kopf an zu rattern und man durchforstet schon in Gedanken seinen Stoffbestand, malt sich aus, wann man dann das genähte Kleidungsstück tragen wird und was wohl die Freundinnen dazu sagen werden. Es ist anders, das was Watanabe zeigt, ab der europäischen Norm und dennoch tragbar. Weit entfernt von der tristen Einheitskleidung, ein Stück Individualität für den, der es für sich nacharbeitet. Alle Kleider in dem Buch sind sehr einfach gehalten, fallen locker und nicht nur für Menschen mit Size Zero geeignet. Man sieht den Kleidern die Bequemlichkeit an, ohne dass sie durchweg sackig wirken. Die Länge der Röcke kann man selbst bestimmen und gut von der Vorgabe abweichen. Bei einigen Modellen werden Umrechnungsformeln angegeben, um das Kleid auch in einer größeren Größe nachzuarbeiten. Die Kleider sind schnell genäht, weil hier mit geraden Nähten gearbeitet wird - einfach eben.
In dem Teil des Buches, in dem sich die Schnittmuster und Anleitungen befinden wird genau erklärt, wie es geht. Was ich persönlich am besten fand ist die Tatsache, dass es hier keinen riesigen, unübersichtlichen Schnittmusterbogen auf Dünnpapier zum raustrennen gibt, von dem man dann mühsam das gewünschte Schnittmuster kopiert. Nein, hier wird gezeigt, erklärt und das ist ausreichend, um dann das Schnittmuster auf Papier oder gar direkt auf den Stoff zu bringen. In der Nähanleitung sind dann die einzelnen Schritte kurz und bündig erklärt. Schwierigere Teile werden nochmals anhand von eingefügten Bildern verdeutlicht wie beispielsweise das Einnähen eines Reißverschlusses oder das legen von Kellerfalten.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch gerechtfertigt auf meinem Tisch gelandet ist. Ich liebe Dinge, die einfach ohne viel Schnick und Schnack sind und die Projekte in diesem Buch sind genau das - einfach, aber dennoch raffiniert. Das Buch ist meiner Meinung nach nicht für blutige Anfänger geeignet, aber aufgrund der Einfachheit der Projekte an sich können sich hier sicherlich auch Nähanfänger mit Grundkenntnissen herantrauen und das ein oder andere Projekt nacharbeiten. Durch das Verwenden unterschiedlicher Stoffe, Farben und Drucken kann auch bei jedem Nacharbeiten ein anderes Ergebnis erreicht werden. Probiert es einfach aus!

Donnerstag, 26. September 2013

Der erste Teil ist geschafft...

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...die aufgesetzte Tasche ist fertig:



Auch Lust bekommen, mitzumachen? Dann hier entlang auf Schnabelina´s Blog:

Dienstag, 24. September 2013

Taschen-Sew-Along....ich mache mit!


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Ich werde den Versuch wagen und die medium-Bag von Rosi mitnähen. Ich hoffe, es wird mir am Ende auch gelingen und die Tasche ist tragbar.

Zum Blog von Schnabelina gelangt ihr hier:



mitmachen werden auch ein paar Mädels aus der Nähfabrik. Den passenden Beitrag dazu findet ihr hier:

Sonntag, 15. September 2013

Mal was für mich...

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Ich wollte mal wieder was für mich nähen, aber wie immer musste es fix gehen. Also geschaut und entdeckt, dass ich von TOSCAminni noch den Schnitt Fanny hier liegen hatte:

http://toscaminni.de/shop/article_27-4-EE-27/%3Cbr-_%3E-Jacke-Fanny.html?sessid=5SkznK7cUdt75QqRQovmv81752lbR2elE8Dg84iPpAOfV7QWlwnwaGIqL4CdVgPX&shop_param=cid%3D37%26aid%3D27-4-EE-27%26

Ich dachte mir, nee, mit Reissverschluss und Zeugs nähst du das nicht. Es muss einfacher sein. Also die Taschen und den RV weggelassen und auch die Verlängerung und einen verstürzten Kapuzenpulli genäht, zweifarbig für den besseren Kontrast:



Ich liebe Schnitte, die flexibel sind und der hier ist es. In nicht mal 5 Minuten hatte ich den Schnitt modifiziert in einen Kapuzenshirtschnitt. Als Schwäbin würde ich sagen, der Schnitt hat sich mal gelohnt :)

Freitag, 6. September 2013

Und dann sind die hier noch entstanden.....

ein ganz niedlicher Kapuzenpulli. Leider ist er Marie zu kurz, also eher für eine kleine Maus mit
Gr. 80/86 geeignet. Wer ihn haben möchte, bekommt ihn für 14 Euro, damit zumindest der Stoff bezahlt ist :)

Die Stoffe für Shirt Viola und den Pulli mit den Pandabären habe ich bei Micha´s Stoffecke bestellt. Ich wollte dort schon oft bestellen, aber irgendwie hat es nie richtig gepasst. Nun hab ich es erstmals versucht und bin begeistert vom tollen Service und der klasse Qualtät.

 
 
und dieser hier, ebenfalls ein Kapuzenpulli aus dem Hause TOSCAminni:
 


dann haben wir spontan noch die Jungsvariante zusammengeschustert und die hat dann der kleine Moritz bekommen und sich gefreut:

Donnerstag, 29. August 2013

Massenproduktion....

Mit zwei Freundinnen sind an einem Abend diese Hosen entstanden:


Die halblange Variante (Knickebocker) sind nach dem Freebook von Klimperklein genäht. Ich habe dann, da es bald Winter wird, die Hose verlängert und siehe da, passt, wackelt und hat Luft. Sie sieht getragen total herzig aus....Tragebilder folgen :)

Samstag, 27. Juli 2013

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Quelle: Coverdownload Stiebner Verlag München
Vintage- Modeklassiker der 1920er bis 1970er Jahre
Jo Barnfield
Lieferbar seit:05/2013, 1. Auflage
192 S. , über 400 Abb.
Format: 24,6 x 19,0 cm
Flexcover - mit CD ROM
Stiebner Verlag
ISBN 978-3-8307-0902-2
€ 19,90 [D] € 20,50 [A]

Zur Autorin

Jo Barnfield ist inzwischen 41 Jahre und lebt in Bath/London. Im Handarbeitsbereich gibt es eigentlich nichts, was Jo nicht beherrscht. Sie ist Schnitttechnikerin, Schneiderin, Designerin, kann Sticken, Häkeln, Klöppeln, Stricken. Nach ihrem Studium arbeitete Jo bei Jasmine Di Milo.
Aktuell ist sie als Dozentin an der Bath Spa University und dem City of Bath College tätig.


Zum Inhalt

Das Buch ist in 9 Kapitel unterteilt und hat im Anhang neben Text- und Bildnachweisen noch ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um die Schneiderei. In jedem einzelnen Kapitel werden die jeweiligen Kleidungsstücke über die Stilepochen von 1920 bis 1970 dargestellt und deren Veränderung im Laufe der Jahre wiedergegeben. Außerdem  ist im Lieferumfang noch eine CD enthalten, welche 15 Schnittmuster und Nähanleitungen, die wiederum im Buch eingearbeitet sind. Im Buch ist dies jeweils durch das Symbol einer CD gekennzeichnet.


Rezension

Als zu Beginn des Jahres auf der Seite des Stiebner Verlages dieses Buch in der Vorschau zu sehen war, hatte ich schon ein Leuchten in den Augen. Vintage ist ja aktuell der Trend, getreu dem Motto „Back to the roots“ will jeder irgendein Kleidungsstück im Vintage-Stil im Kleiderschrank haben oder gar selbst nähen. Ich persönlich bin absoluter Fan von den Stilepochen, in denen Kleidung noch etwas Besonderes war und eine Botschaft übermittelt hat. Daher war dieses Buch für mich ein Must-Have!

Zu Beginn des Buches werden kurz die Stilepochen von den 20er bis zu den 70er Jahren vorgestellt. Man erfährt im Grundsatz, wo beispielsweise die Saumline sich befand und ob die Silhouette eher schmal oder eher weit bevorzugt wurde.  Spätestens da beginnen die Augen zu leuchten und man ist schon mächtig gespannt auf den Rest des Buches. Begonnen wird im Kapitel 1 mit der modischen Entwicklung von Kleidern. Wo in den 20er Jahren noch das Flapperkleid der Renner war, knieumspielend und einfach geschnitten, wurden die Kleider in den 50ern schon etwas aufwendiger mit mehreren Lagen Petticoat, Gürtel und Accessoires wie Handschuhen. Mode von Dior ist das, was man mit den 50er Jahren verbindet – zeitlos und schön. Interessant ist der in jedem Kapitel vorhandene Stilvergleich: damals und heute. Stoffe, Farben und vor allem die Längen unterscheiden sich so erheblich, dass man so manches Mal beim Lesen aus dem Staunen nicht herauskommt. Wo in den 20ern die sogenannten Flapperkleider noch knieumspielend oder gar knöchellang waren, sind sie heute eher wieder kürzer und enden noch über dem Knie. Auch in jedem einzelnen Kapitel enthalten sind wertvolle Nähtipps und ebenso viele Bilder – von damals und von heute. Traumhaft, teilweise ist noch original Bildmaterial aus den 20ern und all den anderen Stilepochen abgebildet. Da kommt man schon manches Mal ins Schwärmen. Dieser grundsätzliche Aufbau ist in allen Kapiteln gleich. Es geht von den Kleidern, über die Blusen, Röcke, Hosen, Jacken und Mäntel, Dessous bis hin zu den Accesoires, die in Kapitel 7 Beachtung finden. Kapitel 8 und 9 beschäftigen sich dann mit der CD und behandeln neben den Grundlagen des Nähens (Maßnehmen, Zuschnitt, Korrekturen) auch noch Schnittkonstruktion. Dem Leser wird in Wort und Bild eindrucksvoll vermittelt, wie beispielsweise Ärmel eingesetzt werden oder aber Bogenverzierungen angebracht werden müssen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch hält, was es verspricht. Die Auswahl der Schnittmuster ist mit Bedacht erfolgt, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Ausführungen zu diesen Schnitten sind ausreichend und die Erklärungen der Stilepochen und den einzelnen Kleidungsstücken ist spannend gestaltet. Man sieht sehr deutlich, dass die Autorin kein unbeschriebenes Blatt in der Modewelt ist und kann die Leidenschaft für die frühe Mode bei ihr klar erkennen. Für alle, die auch in die faszinierende Welt der Mode vom frühen 20. Jahrhundert bis in die 70er Jahre eintauchen wollen, ist dieses Buch ein unbedingtes Muss.

Nachzulesen ist diese Rezension auch hier in der Nähfabrik:

http://naehfabrik.forumprofi.de/rezensionen-f319/vintage-modeklassiker-der-1920er-bis-1970er-jahre-t2855.html

Über einen Besuch würde ich mich freuen!