Donnerstag, 20. April 2017

La Silla Hoodiekleid von Schnittgeflüster

Ich weiß gar nicht genau wann......zum einen nicht, wann ich das letzte Mal vor einer Nähmaschine saß und auch nicht, wann ich diesen Schnitt gekauft hatte. Ich glaube, in der Makerist-Aktion im Dezember, ja, da habe ich mir die "La Silla" von Schnittgeflüster gegönnt. Gegönnt deshalb, weil ich vermutlich schon gefühlt Tausend Kleiderschnitte besitze, die Hälfte davon Sweatkleider wie die La Silla. Doch irgendwie will man doch immer etwas neues oder nicht? Also durfte die "La Silla" bei mir einziehen.


Ich bin ja ein ziemlich fauler Pinsel, zumindest was die Kleberei von Schnittmustern angeht. Ich bezahle lieber ein paar Euro mehr und habe dann ein fertiges Papierschnittmuster. Doch leider bieten das nicht alle Ersteller an. Daher bin ich bei den meisten unheimlich dankbar, wenn zumindest eine A0-Datei dabei ist, die kann man dann nämlich plotten lassen. So auch bei Schnittgeflüster. Hier bekommt man neben den A4-Dateien eben auch eine A0 zum plotten. Prima!

Ich habe im Zuge meiner Großbestellung bei Makerist im Dezember dann einige Schnitte in den Warenkorb gepackt und so konnte ich eine ebenso große Bestellung bei einem Online-Dienstleister für Plots in Auftrag geben. Hier vor Ort sind die Ausdrucke mehr als doppelt so teuer. DA kann man selbst mit Porto etwas sparen, sofern man nicht nur einen Schnitt ordert. Ich hatte mich für Repro-Online entschieden und war mit allem sehr zufrieden. Die günstigste Variante ist ein Plott, der dann gefaltet im Umschlag zu einem kommt. Ich finde das auch sehr geschickt, da man die Schnitte so gut verstauen kann und Knicke machen ja nix. Früher hatte ich immer die Rolle gewählt, da wäre es hier wegen des Portos aber eher ungeschickt und unnötig teurer.

Nun lag der Schnitt hier, seit Weihnachten und lag und lag und lag und, na ihr wisst ja - lag. Dann hatte ich die OP und dann die Unlust. Die hab ich im Grunde immer noch, irgendwie. Kennt ihr das? Man bekommt sich einfach für kein Projekt aufgerafft, man ist so kraftlos und müde. Das bin ich im Moment sehr.


Doch für diesen Hoodie hab ich alle Restkraft zusammen genommen und konnte das Projekt auch recht schnell abschließen. Ich habe mir den Schnitt etwas verlängert, die kurze Kleidvariante gewählt. Da ich allerdings kein Bündchen annähen, sondern den Bund nur umnähen wollte, habe ich wie gesagt einige cm verlängert.


Bei der Kordel hab ich mich diesmal für die dicken, fetten entschieden. Das sieht sehr rustikal aus. Um die Ösen herum gab es SnapPap. Ich bin gespannt, wie das alles nach dem Waschen aussieht.


Einige SnapPap-Aufnäher hab ich mit einem Motiv, hier ein Knopf, bestempelt.


Meine Variante ist die Mit Innenkragen und Riesenkapuze.


Ich liebe das, es ist kuschelig und heute war die La Silla bei Wind, Wetter und fetten Schneeflocken ein guter Begleiter.


Der Stoff selbst ist ein sehr schöner Sommersweat, innen nicht angerauht, sondern nur mit Schlaufen. Daher ist der Stoff auch 100% Baumwolle, vielmehr 92%, da 8% Elasthananteil enthalten ist. Bei den angerauhten Sweatstoffen ist ja immer noch gut 20% Polyester dabei, das mag ich eher nicht. Der Kombistoff ist ein Baumwolljersey, der farblich dazu passend ist und das blau des Sweat im Muster nochmal aufnimmt.


Von der Passform her könnte die La Sille ein fünkchen besser sein. Ich habe genau Oberweite etc. ausgemessen und kam so lt. Tabelle auf ein 38, dachte schon, komisch, sonst bin ich inzwischen eher eine 36. Doch ich wollte keinen Stoff verschneiden und beim Nachmessen am Schnitt war am Ende auch der Gedanke übrig, eher die 38 zu nähen.

Falsch gedacht, es hätte auch eine 36 sein dürfen. Die Brustabnäher braucht es meines Erachtens nicht. Ich habe ein C-Körbchen und finde sie absolut unnötig, sie tun nix an der Passform. Aber vielleicht wäre das bei einer genähten 34 oder 36 anders, vielleicht läge das Kleid dann mehr an. Andererseits, warum sollte es, es ist ja ein Hoodiekleid und kein Etuikleid. Also erschließt sich mir der Grund für die Abnäher nicht wirklich.


Die hinten habe ich auch brav genäht. Schön, aber für meine Begriffe auch mit nicht all zu viel Effekt. Dennoch gibt es eine nette Optik, es sieht etwas figürlicher aus.


Die Taschen finde ich super platziert, das hat man selten. Also hier Daumen hoch. Und vom Gesamteindruck her finde ich die La Silla absolut nähenswert und werde sie auch nochmal nähen. Doch jetzt werde ich heute mal wieder seit langer Zeit RUMSen gehen.

Dienstag, 7. März 2017

Noch eine Frau Fannie zu noch einem Geburtstag


Ja, wenn es läuft, dann läuft es und wenn es nur mit den Festivitäten hier in Aach-Linz ist. Letzten Mittwoch hatte meine Freundin Christina ihren Geburtstag und wir waren auf einen Umtrunk eingeladen. Es war wuuuuuuuunderschön, gemütlich und lustig. Im Vorfeld fragte ich sie, was sie sich wünscht. Im letzten Jahr wollte sie zum 40sten einen Hoodie mit ihrem Geburtsjahr drauf und zieht ihn wohl sehr gerne an. Sie will wieder einen Hoodie.


Neeeeeeeeeee, nicht schon wieder dasselbe, das ist doch anspruchslos - für mich zumindest. Also schlug ich ihr einen erneuten Vermesstermin vor und fragte, ob sie nicht vielleicht auch die allseits beliebte Frau Fannie haben möchte.


Sie ist mit ihren Grundmaßen Tanja sehr ähnlich, so konnte ich den Schnitt von ihren Frau Fannies nutzen und musste nur das Oberteil an der Taille abändern. Kurz vor dem Zusammennähen bat ich Christina nochmal zu mir, um zu sehen, ob die Änderungen so passen. Und das taten sie, es saß wie eine 1. So etwas freut mich immer besonders, ist es doch gar nicht so leicht, solche Änderungen wirksam und gut vorzunehmen.


Steffi hat sich mit mir in einen Geburtstagspott geworfen und wir haben das Kleid dann zusammen geschenkt, mit einer klitzekleinen Aufmerksamkeit noch dazu.


Dass das Kleid gepasst hat, weiß ich ja, dass es gefallen hat, davon gehe ich jetzt mal aus. Auf alle Fälle steht es ihr gut, so viel kann ich sagen.

Mit meiner ähm Christinas Frau Fannie gehe ich heute zum Creadienstag, zu HOT und den DienstagsDingen. Und ich glaube, ich brauch nun auch nochmal eine Frau Fannie....

Dienstag, 28. Februar 2017

Ein Schmuckstück....

...ja, auch die Marie ist ein Schmuckstück, meistens zumindest :) und jetzt schmunzeln sicher alle lesenden Mamis und wissen genau, was ich damit sagen will. Aber diesmal geht es nicht um mein kleines, süsses Schmuckstück auf zwei Beinchen, sondern um die Tunika "Schmuckstück" von rosarosa. Ein traumhafter Schnitt, wie ich finde und so wandelbar. Man kann ihn also das ganze Jahr über nähen und immer wieder so abändern, dass andere denken, man hätte stets ein anderes Schnittmuster gehabt.


Angetan haben es mir besonders die Flügelärmelchen. Die sehen einfach nur zauberhaft aus bei der kleinen Lady.


Genäht habe ich eine Gr. 122, passt sehr gut, ist nicht zu spack. Marie kann es mit Legging drunter auch als Kleidchen gut tragen. Aber auch eine Jeans würde super drunter passen. Wobei, da fällt mir auf, solche Art von Hosen hasst mein Kind, wir haben das gar nicht mehr im Schrank. Irgendwie gibt es immer nur "Bequemhosen" und die liebt sie dann. Naja, wird wohl ein Legging-Mädchen werden.


Den Stoff hatte ich mir bei meiner lieben Grit im Stoffhaus in Stockach mal mitgenommen. Der ist so traumhaft schön, zum schreien. Das Motiv, die Farben, einfach nur toll. Kombinieren musste ich den Stoff mit einem rosa melierten Jersey, den ich bei Frau Schneider GmbH über Dawanda mal mit geshoppt hatte. Zum einen braucht es etwas Beruhigung bei diesem Musterstoff und außerdem hätte der Meter nicht ganz gereicht.


Mit der Legging ist das nun eine ganz tolle Kombi für den Frühling, der dann hoffentlich bald kommt, denn heute schneit es wieder fette Flocken bei uns.


Das neue und das alte Schmuckstück dürfen heute zu HOT, dem Creadienstag und natürlich auch zu den DienstagsDingen. Und bei Made4Girls schauen wir auch noch vorbei.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Coswig - der zweite Versuch

Nachdem ich das Shirt Coswig bereits aus dem Lillestoff gezaubert hatte, wollte ich nochmal eine Version aus einem festeren Jersey mit langem Arm zaubern. Also hab ich nochmal in meinem Stofflager gekramt und diesen tollen Interlock gefunden.


Einfach zauberhaft der Stoff. Er ist wunderbar auf der Haut und lässt sich traumhaft verarbeiten.


Diesmal hat es sogar für lange Ärmel gereicht.
 

Ach herje, ich glaube, ich habe mich in den Schnitt verliebt und werde noch so einige Shirts "Coswig" von der Nähmaschine hüpfen sehen.


Mit diesem Shirt geht es heute wieder zu RUMS.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Narri, Narro.....

Jetzt ist es soweit, die Fastnachtszeit beginnt, morgen ist Schmotziger Dunschtig. Marie darf mit einem Kostüm in den Kindergarten und bis Dienstag steppt hier der Bär.

Natürlich war wieder die Eisprinzessin gewünscht, also wurde die auch geliefert. Ich hab es mir ziemlich einfach gemacht: ein Rolli diente als Basis, den Rollkragen zur Hälfte aufgetrennt und den mit Schabrackenvlies unterlegten Kragen und die Schleppe eingenäht. Am Bund dann den Rock angelegt, in dreifacher Lage: Tüll, Fastnachtssatin, Softtüll.


Dann noch eine Krone zweckentfremdet und als Gürtel verbastelt und ein paar Perlchen an den Rollkragen gebastelt, fertig.


Ach ja, eine schöne Maske, farblich passend, noch dazu gekauft und schon stand das Kostüm. Dem Kind gefällts.


Glückseelige für alle!

Und damit noch schnell zu AWS.

Dienstag, 21. Februar 2017

Eine Frau Fannie zum Geburtstag

Ja, es war wieder einmal soweit und meine beste Freundin Tanja hatte Geburtstag......und wieder ungeschickterweise am 10.2. ;-) ach der Termin läuft mir beruflich betrachtet kein Jahr so richtig rein.....Nun gut, genug gejammert. Kurz vorher fragte ich sie, was sie sich wünschen würde. Nach den letztjährig 6 Frau Fannies, die sie bekommen hatte, davon eine zum Geburtstag und die anderen gegen Stoffspende danach, hatte ich eigentlich die Nase voll und wollte niiiiiiiiiiiiiiiiiie mehr wieder eine Frau Fannie nähen.


So viel zur Konsequenz! Naja, sie wünschte sich, vielleicht weil ich meinen Frau-Fannie-Frust soooo deutlich aussprach, einfach nur einen Nierenwärmer aus Jersey, welchen sie unter Shirts und über den Po ziehen kann, für die Übergangszeit. Sie hatte eine Vorlage dabei, an der hatte ich Maß genommen. Dann sind wir ins Stoffzimmer gezogen und haben Stoffe ausgesucht. Soweit, so gut. Der Geburtstag rückte näher und irgendwie dachte ich, so einen schnöden Nierenwärmer allein, das kann es nicht sein. Und so saß ich doch wieder an der Nähmaschine und zauberte eine Frau Fannie.

 

Ich hatte Glück, in meinem Stamm-Stoffladen in Stockach bekam ich ein knapp 2 Meter großes Reststück eines traumhaft schönen, ökogrünen Sweat. Dazu nahm ich für die Farbfreude im Projekt noch einen wunderbaren Sommersweat mit Vögelchen mit, passend in türkis. Der fand dann letztlich Verarbeitung an den Ärmelsäumen, einem Saum zwischen Ober- und Unterteil und den Taschen.


Ich finde so wirkt Frau Fannie frischer, nicht so vornehm und ist genau passend für unsere quirlige Tanja. Am Rockbund habe ich noch ein kleines Label angebracht, verschönert mit einem Farbtupfer, einem Metall-Druckknopf in rot. Das Label ist aus SnapPap, mal sehen, wie sich das beim Waschen verhält.


Meine Freundin Steffi hat sich kurzerhand an den Unkosten beteiligt und noch Blümchen besorgt und so schenkten wir beide gemeinsam diese Frau Fannie zum Geburtstag.

Dem Geburtstagskind gefiel die neue Frau Fannie und sie war sichtlich erfreut, als sie nicht nur den Nierenwärmer bekam, sondern auch das Kleidchen.

Ich muss sie allerdings mal noch fragen, ob sie gepasst hatte und wie sie sie angezogen findet.

Mit der Frau Fannie geht es heute zum Creadienstag, HOT und den DienstagsDingen.

P.S.: ich ärgere mich immer noch, dass ich die 6 anderen Fannies damals nicht fotografiert habe. Irgendwie bekommen wir auch keinen Fototermin hin, denn der war ursprünglich mit Übergabe geplant. Naja, vielleicht irgendwann.

Donnerstag, 16. Februar 2017

RUMS - meine Inspirationsquelle

Ja, genau das ist es. Ich freue mich jede Woche auf eine Runde RUMS. Nicht nur, weil ich selbst ganz oft dabei sein kann, sondern weil ich jede Woche mich durch viele Beiträge wühle, ganz oft auch kommentiere und dann nicht selten super tolle Projekte entdecke, die ich auch gerne bestreiten möchte.

So ging es mir vor ein paar Wochen, als ich bei Jessi auf dem Blog das Shirt Coswig von Schnittquelle gesehen hatte. Oh Mann, Jessi hat immer Knallerstoffe und auch ihr verwendeter ist ein Hinguckerle. Mit ganz so viel schön kann ich da nicht dienen. Aber ich habs getan, genau, den Schnitt direkt bestellt und dann genäht.

Herrlich, dieses verdrehte Oberteil, vielmehr der verdrehte Einsatz am oberen, vorderen Shirtrand. Ich habe mich total in diese Art von Ausschnitt verliebt. Man sieht etwas, aber doch nix und es ist aufregend, aber dezent genug für den Alltag. Ja, das ist toll.


Herhalten durfte für den ersten Projektversuch ein toller Stoff von Lillestoff. Weich und zart, in wundervollem grau mit ganz bezaubernden Pusteblumen in senf.


Leider hatte mein eingeschwäbeltes Inneres mich bei der damaligen Stoffbestellung fest im Griff und so wanderte nur 1 Meter in den Korb. Und die Moral von der Gschicht? Lange Ärmel gibt es nicht :) Wohl eher 7/8 Länge. Aber egal, die Sonne ist nun ja da und da braucht kein Mensch mehr Shirts mit langen Ärmeln oder?


Ich könnte mich stundenlang erfreuen an dem Anblick des Dekolletee. Herrlich. Nachdem mein Plastischer Chirurg hier ganze Arbeit geleistet hat, ist das Shirt von Schnittquelle quasi das i-Tüpfelchen. Hier folgen sicher noch einige Shirts.


Schnittquelle bietet Eingrößenschnitte an und zum Glück auch nur in Printversion. Die kommen also klassisch fertig ausgedruckt nach Hause, muss man nur noch zurechtschnippeln. Ich habe den Schnitt obenrum lt. Tabelle in 38 benötigt und so bestellt. Da ich an der Hüfte dann eine 34/36 trage, musste ich das Shirt logisch verschmälern. Ansonsten ist es so geblieben, wie es vorgesehen war, mehr Änderungen waren hier nicht nötig.

Mit meinem neuen Shirt und einem ganz tollen Körpergefühl geht es jetzt zu RUMS. Habt einen schönen Donnerstag und für alle Fastnachts Verrückten ein dreifaches Narri Narro, Narri Narro, Narri Narro. Los, uff de Gass, es goat dagege :)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Malou - altes Schnittmuster neu entdeckt

Ja die Malou, tausendmal im Netz gesehen. Als das Schnittmuster seinerzeit auf den Markt kam, waren die Linkpartys voll mit Malou´s. Ich hab mich verliebt und das Schnittmuster bestellt und damals direkt auch getestet, mit Stoff aus der Krabbelkiste von Comazo. Leider hatte ich damals die Einsätze gemustert gemacht, mit Kühen auf dem Stoff und die standen am Ende Kopf. Irgendwie nicht mein Schnitt, dachte ich. Er macht zu breit und die Einsätze sind doof und und und.


Kennt ihr das? Ihr seht einen Haben-Wollen-Schnitt, kauft ihn und dann tümpelt er als Schnittmusterleiche auf dem PC. Schade eigentlich, denn jeder Schnitt hat eine Chance verdient, in meinem Fall auch zwei.

Ich hatte vor ewigen Zeiten zweite Wahl Sweat bei Lillestoff bestellt. Dieser sollte nun herhalten, um den Versuch der Malou nochmal zu wagen. Ich muss dazu sagen, dass ich damals den Schnitt als mega sackig empfand und ihn in der Größe, die ich mir anhand der mitgelieferten Tabelle aussuchte, genäht hatte. Für meine Maße war da die 44 vorgesehen. Nun gut, so hatte ich ihn dann auch mal genäht und es sah fürchterlich aus. Hier mal nur ein Statement an alle Frauen, die meinen, hinter großen Pullis kann man was verstecken: NEIN, tut man nicht, sondern man sieht dann noch dicker aus, als man sich ohnehin schon fühlt. Zeigt, was ihr habt, es ist niemals eine Schande. Schön verpackt, sehen wir Mädels alle auf unsere eigene Weise einfach nur schön aus. Nur nicht bauchfrei bitte, wenn man sich das nicht leisten kann ;-) so zumindest meine Devise.


Also, zurück zum aktuellen Malou-Modell. Mit der Erfahrung vom letzten Versuch bewaffnet machte ich mich daran, das ausgedruckte Schnittmuster aufzuspüren in den unendlichen Weiten meines Nähzimmers. Nach tagelangem Suchen fand ich das dann auch und entschied mich für eine Gr. 36. Eine gute Wahl und die Bilder betrachtet hätte es durchaus auch eine 34 sein dürfen. Ja, das ist eine sehr schmeichelhafte Größe :) ich liebe es, wenn alles etwas größer ausfällt und man dann einfach kleinere Nummern nähen kann. Inzwischen messe ich oft auch mit einem gut sitzenden Kleidungsstück nach, so viel Zeit muss sein.


Die Taschen hätte ich mir schenken können, die finde ich nach wie vor fürchterlich. Sie sind so dermaßen funktionslos und tragen nur auf, hängen innen herum, tun nichts für diesen sonst so schönen Pulli. Memo an mich selbst: das nächste mal lasse ich die einfach weg.

Den Einsatz habe ich dann mit einem uni grauen Sweat genäht und um dem Pulli ein klein wenig Pepp zu verleihen im tristen und grauen Alltag, durfte noch ein heiß geliebter Bündchen dazu in quietschgrün. Ich habe eine Kordel eingenäht und somit selbst eine Paspel hergestellt. Diese wurde dann zum einen an den Stoffeinsätzen vernäht und dann auch noch oben am Kragen.


Um das Grün nochmal aufzugreifen, habe ich mich auch für laaaaaaaaaaaange Ärmelbündchen und einen relativ breiten Bundabschluss entschieden.


Der Pulli ist mega bequem, von mir so lang genäht, dass er auch als Kleid getragen werden kann. I love it! Liebe auf den zweiten Blick sozusagen.


Mit meiner neuen Malou geht es heute endlich mal wieder zur RUMS.

Montag, 6. Februar 2017

Blusen SewAlong bei EllePuls

Da war er nun, der schon dritte Termin bei Elkes Blusen Sew Along. Und ich wieder nicht dabei, weil ich hier einfach nicht in die Pötte komme :(


Ärgerlich, aber manchmal ist das Leben einfach so. Mein Krankenhausaufenthalt und die damit verbundenen Operationen von Anfang Januar fordern ihren Tribut. Am Anfang ging nichts, dann war der Frust da und die Lust weg, auf so ziemlich alles. Nun wäre die Lust durchaus vorhanden, aber die Zeit fehlt wie so oft. Viel Arbeit, die nun hier steht und liegen blieb in der Schonungsphase und obendrein noch zwei Kinderäuglein, die den Wunsch nach einem Elsa-Kostüm äußern. Na und dreimal dürft ihr raten, was da klar auf Platz eins auf der To-Sew-Liste stand.............

Die Bluse muss warten, steht aber durchaus in den Startlöchern und im letzten Moment habe ich mich für eine Schluppenbluse entschieden und einen Lagerstoff in Leo-Optik. Der Schnitt ist kopiert, nun wartet der Stoff auf Zuschnitt. Bis zum Finale am Donnerstag werde ich es nicht schaffen, aber der Sew Along gibt mir genug Motivation, die Bluse zum Ende zu bringen und quasi nach zu reichen.

Der Schnitt ist aus dem aktuellen "Ratgeber Frau und Familie". Hier gibt es immer wieder einzelne Schnittmuster im Heft und man kann den Bogen dann anfordern, sofern man ihn möchte.


Die Modellzeichnungen wirken ähnlich wie bei Lutterloh sehr antiquiert, das macht mir aber nichts aus. Ein gutes Auge erkennt, dass das Potential eines Schnittes immer in der eigenen Wahl der Umsetzung und vor allem des Stöffchens liegt :)


So, nun mal weiter im Programm, am Freitag ist Umsatzsteuertermin und bis dahin noch eine Menge zu tun. Ich hoffe dann, dass ich am Wochenende mit etwas mehr Ruhe zum nähen komme.

Sonntag, 22. Januar 2017

Blusen-Sew-Along bei EllePuls

Juhuuuu, es geht los, endlich. In mir sieht es gerade so aus, ich könnte Freudensprünge machen. Aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, ob ich den Blusen-Sew-Along überhaupt zeitlich und motorisch schaffe. Mmmmmh, was nun? Ich glaube, ich fange mal an und schaue, wie es dann weiter geht. Mit der Schiene an der Hand ist vieles mühsam. Ich darf sie nächste Woche ablegen, aber es fühlt sich noch nicht superduper an, alles ist instabil, die Substanz hat nach knapp 3 Wochen schon mächtig abgebaut. Na wie heißt es so schön, Versuch macht klug.



Die Regeln zum Sew Along

Elke gibt ein paar Dinge vor, damit es auch wirklich eine Bluse am Ende ist. So zum Beispiel soll man sein Teil aus Webware nähen. Logisch, denn ohne Webware ist es auch gar keine richtige Bluse wie ich finde. Knöpfe müssen auch sein, auch logisch für mich, denn sonst wäre es ja ein Shirt und viel zu bequem, ein gewisser Anspruch muss schon sein. Und die Bluse muss für mich sein, nur für mich. Diese Regel bereitet mir überhaupt keinen Schmerz. Endlich! Endlich mal wieder was nur für mich.

Welcher Schnitt soll es sein

Na da fange ich an, Probleme zu bekommen. Es geistern bei mir auf der Festplatte eine ganze Menge Schnitte umher, jeder möchte hier mindestens einmal genäht sein. Aber sind wir mal ehrlich, das schafft doch kein Mensch, ich zumindest nicht. Bei mir ist es oft wichtig, den Schnitt einfach nur zu besitzen, im Notfall direkt greifbar zu haben.

Für mich kommen also ein paar Schnitte in Frage. So hätte ich zum Beispiel das Blusenshirt in Webware von Lillesol & Pelle hier liegen. Aber ist das hier ausgeschlossen? Immerhin nennt es sich Blusenshirt. Wobei es ja aus Webware genäht wird und eine Knopfleiste hat. Mmmmh, keine Ahnung.

Dann wäre da noch meine Frl. Lenz von Lotte und Ludwig. Die hab ich schon zweimal genäht und finde sie super schön. Aber sie ist eben oversize. Will ich schon wieder eine so sackige Bluse? Oder soll es nicht vielleicht doch mal eine figurbetonte sein. Immerhin kann ich mich mit meinen 42 Lenzen sehen lassen.

Ach ja, vor den Sommerferien hatte ich  mich an meine Lanea von Sara und Julez gemacht. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie blusig ist die Bluse wirklich. Knopfleiste - check. Blusenstoff - check. Krägelchen - naja. Ich hatte mir sogar den tollen Stoff von Lilalotta besorgt, den Sara auch im Beispiel vernäht hatte, der liegt hier und wartet auf seinen großen Einsatz. Ich bin mir unsicher, die Bluse ist ratzfatz genäht, da die Knopfleiste nicht durchgängig ist und die Bluse auch sonst nicht wirklich eine Herausforderung darstellt.

Und dann gibt es hier seit Weihnachten noch einen ganz besonderen Blusenschnitt, die Lady Scarlett von Schnittherzchen. Stehkragen, riesige Manschetten, Abnäher und französische Nähte im Allgemeinen. Die ist eine richtige Bluse und die würde den Anforderungen annähernd gerecht werden. Ja, ich glaube, die könnte es werden. Wenn nicht jetzt mit Elke und dem Rest, dann eben später.

Stoffwahl

Für die ersten drei Blusen reicht ein ganz leichter Blusenstoff, davon habe ich genügend hier, da ich im Sommer kurzfristig einen Blusenhochflug hatte, also in der Theorie. Für die Lady Scarlett sollte ein etwas festerer Stoff genommen werden. Vielleicht ein leichter Jeans? Oder ein schöner Baumwollstoff? Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht und ich befürchte, auch wenn ich gefühlt eine Million Stoffe hier habe, wird der richtige nicht dabei sein und ich muss einen neuen shoppen. Die Wahl ist diesbezüglich also noch nicht gefallen, da lasse ich mich von den anderen Teilnehmerinnen noch ein Runde inspierieren.


Hier für euch noch die zeitlichen Eckdaten, solltet ihr auch mitmachen wollen:

22. Januar 2017: Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?
29. Januar 2017: Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?
05. Februar 2017: Zwischenstand bei deiner Bluse. Hast du Tipps und Triks? Brauchst du Hilfe?
09. Februar 2017: Finale! Vorstellung deiner fertigen Bluse.

So, nun verlinke ich mich mal bei Elke und schaue, was die anderen schon so in Planung haben.

Donnerstag, 19. Januar 2017

La Beliana für Mutti

Für Marie gab es ja schon eine Beliana und die La Beliana, also die Damenvariante von Schnittgeflüster, hatte ich für meine Mutter zu Weihnachten schon einmal genäht.

Nun musste auch eine Version für mich her. Also im Stofflager gekramt und den feinen und flauschigen Jersey von EWI aus Benzingen gefunden. Diesen habe ich mit einer schwarzen, elastischen Spitze kombiniert, die noch übrig war aus einer Comazo-Restetüte. Da fällt mir ein, hier könnte mein Mann mir auch mal wieder eine mitbringen aus Albstadt...........


Genäht ist dieser Pulli schnell, sind ja nicht viele Teile und durch die überschnittene Schulter lässt sich auch der gerade Ärmel schnell einnähen, also sogar sehr geeignet für Nähanfänger.


Durch den Spitzeneinsatz ist der Pulli doch immer wieder etwas besonderes. Durch den leicht oversizigen Schnitt ist der Pulli auch wirklich für alle Größen geeignet, sieht also an jeder Frau schön aus. Ich hab eine 36 genäht, dürfte für mich aber gut auch eine 34 sein, fast ein klein wenig zu fluffig.


Mit meiner La Beliana geht es heute zu RUMS, für mich der erste RUMS 2017, da ich immer noch eine Gipsschiene an der Hand tragen muss und noch nicht wirklich viel zum nähen kam. Und wie man sieht, sind die Bilder schon Mitte Dezember entstanden, als noch kein Schnee lag. Derzeit sieht es bei uns etwas weißer aus :)

Mittwoch, 18. Januar 2017

Filou von FeeFee

Im letzten Post, als ich euch den Geburtstagshoodie für Lisa-Marie gezeigt hatte, war ja bereits angekündigt, dass es mit dem kleinen Feger hier Theater gab. Sie wollte auch unbedingt genau sooooooo einen Hoodie haben. Dumm war, dass ich diesen Alpenfleece nicht mehr hatte, der in dieser Double-Face-Kombi auch irgendwie nirgends zu bekommen war. Ich selbst hatte ihn ursprünglich in Heidelberg im Nähzentrum gekauft, als ich dort im April verweilte.

Naja, dann musste ein Trick her. Hauptsache er kuschelt innen und außen stimmt die Farbe. Dann wird es dem Kind schon nicht auffallen, zumal es am direkten Vergleich glücklicherweise mangelt. Also losmarschiert und im Karstadt in Singen fündig geworden, ein lila Alpenfleece, vorne und hinten dieselbe Farbe. Aber egal, passt zum Kombistoff, einem lang gehütetem Schätzchen von Stoff und Liebe.


Vorne musste natürlich, gaaaaaanz wichtig, auch die Zahl 5 stehen, schließlich zeigt man in dem Alter noch gerne, wie jung man ist :)


Hier habe ich es gemacht wie beim letzten Pulli und einfach den Alpenfleece auf links genommen, darunter zwei Lagen Vlieseline H250 gebügelt, damit es genug Festigkeit bekommt. Dann mit einem Geradestich aufgenäht. Um dem ganzen noch einen hübschen Rahmen zu geben und dem Kind nochmal etwas Besonderes mitzuliefern, habe ich mit dem Hotfix-Stab noch Steinchen aufgeklebt und einen ganz besonderen Knopf, der aussieht wie ein Eiskristall, angebracht.


Dem Hoodie habe ich wieder einen großzügigen Bund verpasst, so kann Marie ihn auch als Kleidchen über einer Thermolegging tragen.


Sie hat sich riesig gefreut und trägt ihn gern. Also alles richtig gemacht, das Kind ist glücklich und Mama hat an manchen Stellen mächtig geflucht. Bei einigen Übergängen lagen teilweise 5 Lagen Stoff und das inkl. Alpenfleece. Grrrrrrrrrrr, da hatte nicht nur die Maschine mächtig zu kämpfen......


Der Hoddie darf heute zu AWS und auch zu Made4Girls.