Freitag, 23. September 2016

Willemientje

Ja, ich habe mich vor unserem Sommerurlaub - da fällt mir gerade auf, es ist eine gefühlte Ewigkeit her - auf Wunsch einer einzelnen Lady tatsächlich nochmal an eine Willemientje gemacht. Auch wenn mich die gefühlt 100 Meter Rüsche tierisch nervt, hab ich dieses Kleid nochmal genäht. Meine Marie liebt es, weil es wallawalla ist und sich so schön dreht und schwingt und wippt und toll ist und und und. Sie findet wirklich 1000 Gründe, es toll zu finden.

Diesmal hab ich mir im Stoffhaus in Stockach einen Schmetterlingsstoff und dazu passend einen rosa Baumwollstoff mit weißen Punkten mitgenommen.


Sie trägt es fast täglich, immer im Wechsel mit der Geburtstags-Willemientje. Nur den Reißverschluss an dem neuen Kleid, den findet sie doof, denn beim Geburtstagskleidchen habe ich einen extra schönen Reißverschluss sichtbar außen festgenäht, mit Spitze dran. Den findet sie super.


Ich befürchte, dass ich nicht drumherum komme, ihr noch mehr dieser Kleider zu nähen. Im Winter trägt sie es dann vermutlich mit Jacke drunter und Winterstiefeln. Naja, mal schauen.


Im Urlaub hab ich mir mal noch ein paar Schnitte für Wallawallakleider gekauft, den Arabella zum Beispiel von Mamu Desing. Und auch die Unique vom Farbenmix und der schon lang gewünschte Schnitt Miss Sophie von Blaubeerstern durften mit ins Körbchen, als ich höchstpersönlich von Kathi in Chemnitz in ihrem Laden bedient wurde. Sie ist ja so ein Sonnenschein.


Dummerweise hatte ich mir die beiden Kleider dann bei einem Waschgang versaut, grrrrrrrrrrrrrrr, ich könnte mich jetzt, wo ich es nochmal niederschreibe, echt über meine eigene Blödheit ärgern. Als Detail hatte ich hinten am RV beim zweiten Kleid ein Lederblümchen angenäht, mit einem Knopf in der Mitte. Das sah so süß aus. Aber beim Waschen ist das Leder komplett ausgefärbt und eingeschrumpft. Das ist mir noch nie passiert und ich habe auch schon ein paar Pulli mit Leder versehen. Ich verzweifelt wie ich war, die ganze Palette Entfärbemittel und Fleckenzeugs gekauft (die Industrie lacht jetzt, hat an mir ein gutes Geld verdient). Rauf damit, ab in die Waschmaschine und dann......verschlimmbessert. Bleichflecken auf dem Stoff. Was solls, ist nun eben so. Jetzt bin ich mit den Kleidern auch gar nicht mehr so pingelig und sie darf sie sogar jeden Tag, auch im Kindergarten tragen und da kommt sie manches Mal heim, da frage ich mich ehrlich, ob die mit den Kindern Projekte unter Tage absolvieren.........Shit happens!

Nun aber verabschiede ich den Sommer mit einem letzten sommerlichen Kleid von Marie und gehe in Freude darüber, dass es so gut ankam, zum Freutag.

Donnerstag, 22. September 2016

Poloshirt "Kim"

Ich wollte schon ganz lange mal ein Poloshirt nähen. Ich finde die Optik einfach unheimlich schön. Aber leider waren bislang die Schnittmusterangebote sehr überschaubar. Es gibt eins von Jalie, das ist aber schwer zu bekommen.


Also hab ich mich auf die Suche gemacht und bin auf den Blog "heidimade" gestoßen. Dort gibt es das Poloshirt Kim, kostenfrei zum Download. Leider ist das Schnittmuster nur bis Gr. 152 gradiert. Naja, da nahm ich es sportlich und dachte mir, wenn ich in eine 164er Legging passe, dann geht auch ein 152 Shirt und ich mach es einfach ein wenig größer.


Gesagt getan und im Grunde hat es ganz gut funktioniert. Dennoch ist es nicht ganz perfekt. An der Oberweite spannt es, auch wenn da nicht viel vorhanden ist :)


Dennoch ist es gut tragbar wie ich finde. Die Farbe ist phantastisch. Den Polostoffcoupon hab ich vom letzten Freiburger Stoffmarkt im Frühjahr und auch den dunkleren Bündchenstoff.


Auf dem Rücken hab ich einen Plott. Den hab ich von Sandra von Coelner Liebe erstellen lassen, ist die Städteliebe-Datei. Ich find das mega cool und hab zu den Koordinaten (für alle die erklärt, die es sonst nicht erkannt hätten) dr hoim eingefügt, der schwäbische Ausdruck für Zuhause.


Leider, leider ist nicht jeder im schwäbischen Wortschatz so bewandert wie ich scheint mir, ganz viele lesen "Doktor hoim". Hä? Das gäbe doch gar keinen Sinn. Na egal, so wie es ist, so ist es eben.
Für den Plott habe ich eine Flexfolie in Neonpink genommen. Allerdings ist die wohl doch nicht so das gelbe vom Ei für diesen Stoff und die Größe. An den Seiten hatte es sich ein klein wenig gelöst. Kann aber auch sein, dass ich zu blöde zum aufbügeln bin, wer weiß.

Mit meinem Poloshirt gehe ich heute wieder rüber zu den Mädels von RUMS.

Heute habe ich noch gesehen, dass es bei Kibadoo ein neues Schnittmuster gibt, MaLiska, welches eben dem Poloshirt nachempfunden ist. Leider nur als Download und ich bin am überlegen, ob ich nicht auf das Papierschnittmuster warte. Ich hasse die Kleberei abgrundtief und freue mich derzeit über jedes Schnittmuster, was wenigstens eine Plotter-Datei in A0 dabei hat.

Und zu guter Letzt muss ich erwähnen: wieder etwas Stoff weg von meiner To-Sew-Liste.


Dienstag, 20. September 2016

"Selbstgenäht und aufgeräumt"

Werbung


 Selbstgenäht und aufgeräumt
Schöne Ordnungshelfer selber machen

Uta Kuhn
96 S. , mit zahlreichen Fotos
Hardcover 16 x 21 cm
Thorbecke Verlagsgruppe Patmos
in der Schwabenverlag AG
ISBN: 978-3-7995-1027-1
(UVP) € 14,99 [D]


Zur Autorin

Uta Kuhn ist 40 Jahre jung und arbeitet als Erzieherin in Sindelfingen. Das, was sie in ihrer Freizeit näht, verkauft sie dann an alle, die gerne selbst genähte Dinge kaufen und ihre Arbeiten lieben. 

Zum Inhalt


Das Buch enthält neben einem kleinen Näh-ABC insgesamt 30 kleine Projekte, die Ordnung ins Chaos des Alltags bringen sollen. Für alle Projekte, die ein Schnittmuster benötigen, ist dies am Ende des Buches abgedruckt.

Rezension

Ob Smartphone-Clutch, Einkaufschiptäschle oder Taschenorganisator - in diesem Buch finden sich viele nützliche Projekte, die es umzusetzen gilt. Jeder der Ordnungshelfer ist etwas ganz Besonderes und wird noch individueller, wenn man sich vom Rausch der Stoffe inspirieren lässt. 


Neben einer Materialliste und dem Bild des fertigen Projektes gibt es auch einen Hinweis, für welche Nähkenntnisse das Projekt gedacht ist. Mit der abgedruckten Anleitung lassen sich die Projekte recht gut nacharbeiten und man kann recht schnell ein fertiges Projekt in den Händen halten.


Das macht Lust auf mehr und so ist man ganz schnell im nächsten Projekt gefangen und merkt, dass man am liebsten jedes der Ideen umsetzen möchte.


Ein Buch mit vielen tollen Ideen, jeder Menge Inspiration und ganz viel Entfaltungsmöglichkeit für den, der nachnäht. 


Mit meinen neuen Ordnungshelfern gehe ich heute zu HOT und den Dienstagsdingen.

Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu ebenso keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "Selbstgenäht und aufgeräumt " vom Thorbecke Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.