Donnerstag, 11. August 2016

Jetzt wird´s wild

Na zumindest, was den Print auf dem Jersey angeht. Diesmal habe ich einen Stoffrapport vom Stoffmarkt vernäht, mit wilden Tieren drauf :)


Genäht hab ich nach eigenem Schnitt. Ist bei solch einem Kleid auch kein Problem. Ich habe einen gut sitzenden Pulli genommen, die Ärmel weggelassen und alles nur verlängert.


Genau richtig für die hoffentlich bald kommenden heißen Sommerabende.
 


Der Stoff trägt sich traumhaft, richtig schön sanft auf der Haut. Gearbeitet habe ich hier mit Belegen, bei den Armausschnitten und auch am Hals. Sieht einfach hübscher aus als einfach nur umgenäht.


Und wieder was geggerattert von der To-Sew-Liste :)


Mein Kleid darf heute zu RUMS.

Mittwoch, 10. August 2016

Geburtstagskleid für Marie

Ja, man kann es manchmal kaum glauben, aber die Maus ist nun schon 5. Ja, da lest ihr ganz richtig, 5 Jahre ist Marie vor drei Wochen geworden. Und wie jedes Jahr gab es das obligatorische Wunschkleid zum Geburtstag.


O-Ton Kind: "Mama ich will ein Kleid bis zum Boden, aber richtig bis zum Boden, nicht wie das letzte. Und das muss sich drehen.". Naja, sollte doch eine einfache Aufgabe sein oder, zumal das Kind sich im Grunde rechtzeitig und immer wieder derart geäußert hatte.

Auf der Suche nach dem passenden Schnittmuster wälzte ich meine ganzen Hefte. Aber nix, nix was so wallawalla ist und dann noch bis zum Boden geht. Also kam es mir gerade Recht, dass es seit kurzem im Stoffhaus in Stockach Farbenmix-Schnitte zu kaufen gibt und so hatte ich mir dort das Kleid Willemientje mitgenommen. Puuuh, ganz schön wallawalla und ganz schön viel Arbeit und ganz schön viel Rüsche. "Mama, was ist Rüsche?". Na wie will man das erklären? Am Ende hat sie es gesehen und es hat gefallen.


Am Geburtstag selbst durfte sie das dann in den Kindergarten anziehen, das erste Mal und dazu hatte ich ihr bei einer befreundeten Floristin im Laden einen Blumenkranz geholt. Wunderschön sah sie damit aus, wie ein kleine Blumenkind.


Und immer wenn sie das Kleid trägt, tanzt und dreht sie sich.
 


Von links nach rechts, von rechts nach links und das immer und immer wieder, bis sie nicht mehr kann.


Sie liebt es einfach und will es jeden Tag anziehen. Ich darf es kaum in die Waschmaschine stecken. Und daher bin ich eben gerade dabei, ihr nochmal ein solches Kleid zu nähen, mit Schmetterlingen auf dem Oberstoff und als Unterkleid ein rosa Pünktchenstöffchen. Und ich verabschiede mich mal, um die gefühlt 100 Meter Rüsche zu fertigen..............

Doch vorher noch zu Kiddikram und AfterWorkSewing.

Dienstag, 9. August 2016

Fingerweben

-Werbung -


Quelle: Coverdownload Stiebner Verlag München



Fingerwebe: Schals & Tücher
Naoko Minowa
1. Auflage, 104 Seiten
Format: 19 x 26,7 cm
Stiebner Verlag
ISBN: 978-3-8307-0951-0
€ 14,90 [D] € 


Zur Autorin

Naoko Minowa wurde in Tokio (Japan) geboren und studierte neben Hauswirtschaftslehre auch noch Färbeverfahren. Seit 2011 führt sie einen Laden für Handweben und Färben mit pflanzlichen Produkten und besitzt eine Schule für Fingerweben, ebenso eine Galerie. 
Minowa ist über die Grenzen Japans engagiert und lehrt Frauen bei Delma Island (Emirate) das Weben. 


Zum Inhalt


Das Buch zeigt zu Beginn alle enthaltenen Modelle, stellt diese kurz vor und verweist da bereits auf die Seite, auf der sich das jeweilige Projekt befindet. Danach folgen grundlegende Informationen, im Anschluss werden Grundtechniken des Fingerwebens beschrieben. Die einzelnen Anleitungen zu den Modellen werden danach ausführlich dargestellt und das Buch endet schließlich mit einem Leitfaden durch die Webtechniken.


Rezension

Schon auf den ersten Seiten kann man entdecken, was alles mit Fingerweben möglich ist, denn es werden die Projekte abgebildet, die Ergebnisse am Modell gezeigt. Der Leser bekommt so einen ersten Eindruck vom späteren Ergebnis und kann sich sein favoritisiertes Modell direkt aussuchen.
 
 
Im Anschluss wird einem ein Überblick über die Hilfs- und Arbeitsmittel verschafft, die vor Beginn jeden Projektes im Haus sein sollten. Unterschiedliche Garnarten werden erläutert, ebenso werden erste Schritte beschrieben. Und man sieht sofort, bereits bei der Methode des Anfangs gibt es mehrere zur Auswahl.

Ist man erst einmal Herr der Fäden, kann es losgehen und je nach Projekt muss man eine bestimmte Webtechnik anwenden. Eine der Techniken ist die Grundtechnik. 


Dabei dient in jeder Reihe der Faden links außen als Webfaden und es entsteht ein schräges Streifenmuster. Betrachtet man während des Webens die Arbeitsgänge genau, stellt man schnell fest, dass Weben von Stoffen mit einem Webstuhl ebenso von statten geht.


Ist man am Ende angekommen, wird im Buch noch sehr genau beschrieben, wie man sein Arbeitsstück fertigstellen kann. Auch hier gibt es nicht nur eine Methode.

Alle Arbeitsschritte sind im Buch sehr detailliert in Wort und Bild dargestellt. So ist es jedem Leser möglich, ein Projekt für sich auszusuchen und nachzuarbeiten. Hierzu muss man kein Profi sein, daher ist das Buch durchaus auch für Anfänger geeignet, die sich mal in einer alten Kunst der Handarbeit versuchen möchten.

Die Möglichkeiten der Projekte sind schier unendlich. Ich für meinen Teil habe einen einfachen Teppich in der Grundtechnik gewebt für meine kleine Tochter. Die benutzt den nun in ihrer Puppenstube und erfreut sich daran.


Mit der Buchvorstellung und dem neuen Webteppich geht es nun zu Meertje.


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu ebenso keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "Fingerweben: Schals & Tücher" vom Stiebner Verlag München, Bildrechte liegen allein beim Stiebner Verlag München.

Mädchentraum

Ist es nicht aller Mädchen Traum? Rosa, rosa, rosa und allenfalls mal pink. Und wenn dann noch Ballett ins Spiel kommt, dann drehen kleine Mäuse doch echt am Rad oder nicht?

Ich bin derzeit ja fleißig an meiner To-Sew-Liste und in diesem Zuge kann ich wieder Ergebnisse vermelden. Ein Traum in rosa mit pinken Tüll, was will Prinzessin mehr. Zu vernähen galt es ein Stoffstück 150 x 150 vom Stoffmarkt.


 NA was bietet sich da anderes an als ein Balettgewand? Als Grundschnitt hab ich den Body von Rosi genommen, den Regenbogenbodyin big. Schon ewig hab ich keinen Body mehr genäht, Marie trägt keine mehr, seit sie ein Jahr alt ist und selbst auf die Toilette geht. Den Body hab ich geteilt, zuvor das Schnittmuster an Marie gehalten und die Teilungsnaht bestimmt. In die Teilungsnaht hab ich dann ein Tüllröckchen genäht.


"Gaaaaaaaaanz lang Mama, bis zu Boden." So war die Aufgabe von Madame. Ich hätte ihn lieber doppellagig und kurz gemacht mit etwas Stand. Aber was solls, wenn Marie sich das so lang wünscht, bekommt sie es.


Doch um trotzdem an manchen Stellen kürzen zu können, hab ich einfach ein Reststück Bündchenstoff genommen und Druckknöpfe montiert. Die kann man nun variabel am Tüllrock befestigen, so dass es immer eine andere Optik gibt.



 
 
Und weil am Ende noch etwas vom Stoff übrig war, gab es noch ein einfaches Kleidchen.

Genommen hab ich den Schnitt von BaSamba. Auch ein Freebook eigentlich für ein Shirt mit überschnittenem Arm. Ich hab es entsprechend verlängert.



Um es um die Beine nicht so langweilig zu halten, hab ich ein Band im Bund eingezogen und einen Kordelstopper. So kann sie die Weite variieren, wie es beliebt.


Leider stand das Modell zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung, es war schlichtweg nicht willig. Wir sind gerade (mal wieder) in der Bock-Phase und da bestimmt der Zwerg, wo es lang geht und wo nicht ;-)

Und so kann ich verkünden, dass wieder ein Stöffchen von meiner To-Sew-Liste gestrichen werden konnte und ich dem Stoffmarkt im Herbst schon gaaaaaaaaanz nah bin.


Damit ab zu HOT und den DienstagsDingen.