Freitag, 10. Juni 2016

Na, wer erkennt den Stoff?

Oft schaut man sich Blogbeiträge an und denkt, ach, den Stoff kenn ich doch, der ist von hier oder dort. Oft muss ich schmunzeln und denke, ja, den hab ich auch im Schrank und manchmal kommt mir auch der Gedanke, verdammt, warum hat die den Stoff, den ich auch schon lange bestellen wollte :) stoffsüchtig eben.

Als ich mir meine Äuglein nachlasern lassen hab in Heidelberg vor 2 Monaten war auch ein Einkauf bei Ikea auf dem Plan. Gesagt getan und so kamen ein paar schöne Baumwollstoffe mit zum Beispiel für die Frau Aiko eine Frau Mia (zeig ich demnächst) und eben ein festerer Stoff für eine Tasche. Die Tasche hatte sich die Frau meines Bruders gewünscht, gesehen in einem Patchwork-Heft und gefragt, ob ich ihr die nähen würde. Na klar würde ich und hab das auch getan.


Die Tasche war recht schnell fertig, ist ohne Schnick und Schnack.

 
Ich hab lediglich an die Tasche einen Magnetverschluss angebracht, das war so im Schnitt nicht vorgesehen. Vorne hat die Tasche eine kleine Tasche, da haben Schlüssel & Co Platz.


Nun wartet die Tasche nur noch auf den Versand und da die Tasche nicht für mich ist, sondern eine andere Person erfreuen soll, wandert sie noch zur Krümelmonster AG zu Do4you.

Euch allen ein schönes und hoffentlich sonniges Wochenende. Ich werde morgen mit zwei Freundinnen nach Freiburg auf den Stoffmarkt gehen :) also mein Wochenende ist somit bombastisch und sonnig, auch wenn es von oben nass kommt.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Liivi von FeeFee

Ich hatte es ja angekündigt, nach der Liivi für Marie sollte eine für mich und klar auch eine für meinen Gatten folgen. Damals hatte ich mir bei Melanie ja den Kombi-Schnitt "Liivi für alle" bestellt.

Also zunächst mal den Mann gefragt, welche Stofffarbe es sein soll, was ihm gefällt und was nicht. Ich wollte mich dann anpassen. Wie gerufen kam mir dann der Stepper in rost bei Michas Stoffecke im Abverkauf. Dazu als Rest erhalten hatte ich mir einen Lederstoff mit Fellabseite oder auch umgekehrt bestellt. Noch einen Reissverschluss und Paspelband und fertig.


Glücklicherweise gab es den Schnitt für Männer in A0, also hab ich ihn plotten lassen. Viiiiiiiiel bequemer und ich wünschte, alle Schnittmusterhersteller würden dies in A0 zur Verfügung stellen. Mich nervt es jedes Mal, diese druckerei, schnippelei und kleberei, dann kopieren und dann irgendwo versorgen und hoffentlich das nächste Mal wieder finden. Da ich keine weiblich ausladende Hüft-partie besitze, hatte ich auch den Männerschnitt in S für mich ausgewählt. Ein ganz klein wenig enger musste ich sie noch machen, ist ja auch eine Männer-S. Erst mit dem Zuschneiden dann hab ich gemerkt, dass beim Herrenschnitt die Taschen nach vorne gezogen sind.

Im Nachhinein stellt sich dieser Umstand als wahrer Glücksgriff heraus, denn so kann man viel bequemer die "Händ im Sack hon", so würde man es bei uns bezeichnen. Kuschelig sind unsere Säcke auch, denn wie schon oben geschrieben, gab es ein Teddyfell als Tasche. Muckelig würde ich mal sagen.


Dieses Fell hab ich auch als Kragenansatz an die Kapuze gemacht, im Stoffbruch zugeschnitten und somit nahtlos.


An den Ärmeln habe ich Paspelband zum einfassen genommen. Ich fand das einfach besser, denn Bündchen wäre mir zu dick geworden und auch wäre es sehr schwer gewesen, zum rost oder zum orange genau das perfekt passende Bündchen zu finden. Im Internet lassen sich die Farben leider oft nicht gut einschätzen. Um den Stoß des Paspelbandes abzudecken und zum Zweck der Zierde hab ich dann noch eine Oese auf ein Stück Lederfell genagelt :)



Innen ist die Weste mit Taslan in weiß gefüttert. Der Stoff ist wunderbar leicht und super gut zu nähen.


Auf Bänder und Co in der Kapuze habe ich verzichtet, brauche ich nicht, stört nur ständig und nach dem Waschen muss man immer wieder neu einfädeln, benutzt man nicht einen Kordelstopper in üppig.


Ich finde die Weste super. Gerade an Tagen wie heute, immer wieder etwas regnerisch und nicht ganz so warm wie am Wochenende, ist sie ein toller Begleiter. Sie hält den Körper schön warm und man schwitzt nicht so wie in einer Jacke.


Die für den Herrn Gemahl ist auch schon fertig, nur war der gnädige Herr noch nicht bereit, Fotos machen zu lassen. Getragen schaut das dann doch am besten aus. Also werde ich ihn am Wochenende nochmal bedrängen, sich mit geradem Rücken vor den Baum zu stellen, um an ein Bild zu kommen :) Und mal sehen, vielleicht schaffen wir es ja auch im Partnerlook dann zu zweit aufs Foto.

Aber jetzt geht meine Weste erst einmal zu RUMS.

Dienstag, 7. Juni 2016

Hanne-Lore

Nein, ich hab nicht nochmal klammheimlich entbunden und die Hanne-Lore zur Welt gebracht. Aber Marie hat nun eine Hanne-Lore, zum anziehen. Hanne-Lore ist ein toller Shirt-Schnitt von MaThiLa der mich durch die Puzzle-Teile sehr angesprochen hat. Also gekauft und versucht.


Prinzessin hatte sich natürlich einen standesgemäßen Stoff aus dem Lager ausgesucht. Die Kombi-stoffe hat auch sie selbst dazu gesucht, das war die Aufgabe, die ich ihr gegeben hatte. Ich war froh, dass mein Näherherz hier nicht eingreifen musste und sie tatsächlich spontan Stoffe ausgewählt hatte, die zusammen passen.


Das nähen ging recht schnell, das E-Book ist detailliert genug. Ich habe lediglich die Falten vorne weggelassen und so ein anliegendes Shirt. Sonst hat es gleich so einen Tunika-Charakter und das wollte ich nicht. Das mit den Puffärmeln über die langen finde ich sehr schön gelöst, das macht das Shirt zu etwas Besonderem.


Leider hat das Modell im Moment wieder die Weigerungsphase und so gibt es nur Bilder auf Julia :)


Mit diesem Shirt geht es jetzt zu HOT und Meitlisache.

Montag, 6. Juni 2016

Low-Carb Erdbeer-Quark-Torte

Es gibt jetzt eine neue Rubik auf meinem Blog, Low-Carb-Küche. Viele von euch haben es sicher mitbekommen, dass ich Ende November 2015 eine Ernährungsumstellung mit 3-wöchiger Kur gemacht habe. Daraus rührt die Erkenntnis, dass Low-Carb für mich als "Sportler" perfekt passt. Ich kann mit dieser Ernährungsform das Gewicht gut halten, ohne verzichten zu müssen.

In meiner Ernährung versuche ich, die schlechten Kohlehydrate wie Zucker weitgehend zu vermeiden. Die guten Kohlehydrate esse ich in Maßen und schaue genau, was ich zu mir nehme. Aber auch Eiweiß esse ich mit Bedacht. So habe ich beispielsweise die tägliche Fleisch- und Wurstzufuhr verändert. Wurst esse ich so gut wie nicht mehr, Fleisch nur noch am Wochenende, dann aber hochwertig und mit viel Genuß. Knabbereien und Süssigkeiten sind auch fast nicht mehr vorhanden und wenn, dann eher in Richtung Dinkelknabberei oder Stevia-Schokolade.

Aber eins muss bei mir nach wie vor sein: der Sonntagskuchen. Den lasse ich mir nicht nehmen und so begann ich irgendwann, Low-Carb zu backen. Die ersten Versuche waren ernüchternd, mit anderem Mehl als Weizenmehl (das nehme ich übrigens auch so gut wie gar nicht mehr zu mir) zu backen, ist ganz schön schwierig, hat doch jedes Mehl eine andere Art, Flüssigkeit zu binden. Da ich kein Fan von Kokos bin und die Low-Carb-Küche viel damit arbeitet, habe ich meinen Favoriten im Mandelmehl gefunden. Teuer aber gut! Ich kaufe es in örtlichen Reformkost- oder Bioläden. Hier bekommt man grundsätzlich eine sehr gute Qualität. Auch mein Leinöl ist aus dem Bioladen, denn hier hat es z.B. von Bio Planete ein traumhaft tolles Öl mit Orangengeschmack für mein morgendliches Müsli. Aber nun zurück zum Kuchen. Ich hab mich also versucht und versucht und versucht, viele Versuche sind in der Tonne gelandet aber nun hab ich den Dreh raus. Und ich möchte euch daran teilhaben lassen und hier mein erstes Rezept.


Das Rezept ist für eine 20 cm Backform gedacht. Wenn ihr es für eine 26er Form wollt, einfach verdoppeln.

Boden:

3 Eier Gr. M (2 Eigelb, 3 Eiweiß werden benötigt)
65g Erythrit (oder 50g Xylit/Stevia)
Vanillearoma (ich nehme die Vanillemühle von Dr. O.)
55g Mandelmehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Danach das Eigelb mit dem Erythrit schaumig schlagen und das steife Eiweiß vorsichtig unterheben. Nun das Mehl sieben und mit Backpulver vermischt unter die Eimasse heben. Nicht zu fest rühren! Vanille dazu und fertig ist der Teig. Diesen in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad ca. 30 Minuten backen. Bitte unbedingt Stäbchenprobe machen!

Kuchen abkühlen lassen und die Masse inzwischen zubereiten:

500g Erdbeeren oder andere Früchte (frisch, nicht TK!)
250g Magerquark
150g Sojasahne light
4 EL Erythrit (oder 3 EL Stevia o.ä.)
2 Päckchen Gelatine-fix (oder ähnliches wie Agar Agar)
2 Stück Schokolade mind. 80% Kakao-Anteil

Die Erdbeeren klein schneiden und waschen, abtupfen. Quark mit Sojasahne verrühren, Gelatine-Fix dazu und glatt rühren. Erythrit dazu, wer möchte kann noch ein Backaroma nach Wahl dazugeben (ich hatte hier Erdbeer-Sahne genommen). Erdbeeren unterheben. Nun einen Ring um den Kuchenboden und die Masse auf dem Boden verteilen. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen und dann die geschmolzenen Schokostücke mit einem Löffel in hin und her Bewegungen über dem Kuchen verteilen. Dann wieder mind. 1 Stunde in den Kühlschrank, bis die Gelatine angezogen ist.


Der Kuchen war sehr lecker, man hat nicht gemerkt, dass es ein Low-Carb-Kuchen ist. Im zweiten Versuch hatte ich Heidelbeeren statt Erdbeeren genommen, auch mega lecker.




Und da mir diese Art von Backen inzwischen viel Freude bereitet, darf der Beitrag zu Montagsfreuden bei Zwergstücke.