Donnerstag, 26. Mai 2016

Frau Aiko

Wenn man so eine eifrige Leserin ist, die sich Woche um Woche durch RUMS, HOT & Co wühlt, stolpert man immer wieder über Schnitte, die wohl sehr beliebt zu sein scheinen. So auch die Frau Aiko. Schaut man hier, schaut man da, und immer wieder überall in aller Munde Frau Aiko.


Also hab ich mich mal wieder verleiten lassen, auch wenn ich im Grunde kein Blusenmädchen bin. Doch was soll ich sagen, Blusen stehen mir wohl doch und ich bin tatsächlich auf den Geschmack gekommen, wie ihr die nächsten Wochen sehen werdet.


Ich habe Frau Aiko in S genäht, weil ich sie nicht zu kastig und groß haben wollte. Passt im Grunde sehr gut, sitzt bequem und ist sehr speziell von ihrer Form.


Lediglich die Länge würde ich beim nächsten Mal um ein paar Zentimeter erweitern, also gefühlt vielleicht so um 6 cm. Dann sieht es einfach hübscher aus und wenn man sich reckt und streckt schaut nicht gleich der Bauch heraus.....man ist ja keine 20 mehr :)


Der Stoff, viele werden es erkennen, ist ein ganz einfacher und bedruckter Baumwollstoff vom Schwedischen Möbelhaus.

Mit meiner Frau Aiko und herrlichem Sonnenschein verabschiede ich mich zu RUMS und schaue dort noch, was die anderen Mädels alles so gewerkelt haben.

Dienstag, 24. Mai 2016

Mabel

Als ich damals bei Melanie vom Label FeeFee das Ballonkleid Marie gekauft hatte, war mir schon klar, dass es nicht der letzte Schnitt von ihr sein wird. Nicht nur, dass sie hier in meiner Nähe ansässig ist, auch die Art, wie sie ihre Schnitte macht, die Ergebnisse ihrer Probenäherinnen und nicht zuletzt die reibungslosen Kaufabwicklungen lassen mich öfters bei ihr auf dem Blog und im Shop vorbeischauen.

Kürzlich verliebte ich mich ja in die Liivi und dann erspähte ich die Mabel, ein richtig schönes Sommerkleid, meiner Meinung nach etwas im Shabby-Chic-Style. Und so kam es, dass ich mir diesen Schnitt bestellte und aus einem noch übrigen Stoff von einem anderen Nähprojekt für den Kindergarten eine Mabel zauberte.


Die Mabel ist super einfach zu nähen, obwohl sie gefüttert ist am Oberteil. Melanie erklärt in ihren eBooks die Schnitte super toll. Auch genial ist, dass inzwischen fast jeder Schnitt in A0 zum plotten zu haben ist. Ich habe hier in der Nähe eine Bekannte, die mir das dann plottet. Ein Traum, nicht mehr schneiden, kleben, schnippseln.



Materialtechnisch am schwierigsten zu besorgen waren die Spitzenbesätze, für die ich mich anstatt der Umnähvariante entschieden hatte. Klöppelspitze ist zumal sehr teuer. Hier würde ich mir einfach günstige Alternativen auf dem Markt wünschen, nicht, weil ich es nicht bezahlen möchte, sondern weil es für ein Kinderkleid einfach ausreichend wäre. Mein Kind ist ein Vagabund, sie ist umtriebig ohne Ende und durch ihren Waldorfkindergartenbesuch sehr nah zur Natur eingestellt. Ihr wisst was ich meine gel.


Marie freut sich über ihre Mabel. Ich habe sie ihr in 122 genäht, also eine Nummer größer, als sie braucht. Aber nur, weil sie bodenlange Kleider liebt und ich so mit ihr einen Kompromiss aushandeln konnte ;-) Sie trägt es super gerne und sieht zuckersüss darin aus.


Mit dieser Mabel geht es jetzt zu Meitlisache und Kiddikram.

Montag, 23. Mai 2016

Nähen - Tipps und Lösungen

Quelle: Coverdownload Stiebner Verlag München



NÄHEN Tipps und Lösungen
Vasbinder, Nicole
1. Auflage, 192 Seiten
Format: 15 x 21,6 cm
Stiebner Verlag
ISBN: 978-3-8307-0953-4
€ 19,90 [D] € 


Zur Autorin

Nicole Vasbinder näht schon seit etwa 30 Jahren und würde sich daher zu den fortge-schrittenen Näherinnen zählen.  Sie betreibt in Kalifornien das Nähstudio StichtCraft. Vor mehr als 10 Jahren begann sie dann, Nähkurse anzubieten und gab ihr Wissen an andere Nähbegeisterte weiter. Sie stellte fest, dass immer wieder dieselben Fragen während der Kurse an sie gerichtet wurden und so entstanden die Näh-Ratgeber. Dieses Buch hier ist nicht das erste Buch, welches vom Stiebner Verlag München verlegt wurde von ihr. Seit 2003 hat Nicole auch noch eine eigene Accessoire-Linie namens Queen Puff Puff auf den Markt gebracht und vertreibt ihre Produkte international.


Zum Inhalt


Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, Teil 1 Werkzeuge und Zubehör und Teil 2 Nähpraxis. Die einzelnen Teile bestehen aus mehreren Kapiteln. Teil 1 beinhaltet Kapitel 1 bis 4 und handelt alles theoretische ab wie Nähmaschinen & Co, Hilfsmittel, Kurzwaren uvm. Teil 2 reicht von Kapitel 5 bis 10 unter anderem mit Stoffkunde, Schnittmusterhandling und Passformänderungen.


Rezension

Das Buch soll ein SOS-Ratgeber rund um das Hobby Nähen sein, ein Nachschlagewerk sozusagen. Der Aufbau des Buches ist denkbar einfach, daher ist es leicht, mit ihm zu arbeiten. Zu Beginn werden die im Buch vorhandenen Symbole erklärt. So fällt es dem Leser leicht, sich in den einzelnen Kapiteln zu Recht zu finden.

In den Kapiteln selbst wird zuerst das Thema besprochen, am Rand befinden sich stets Anmerkungen in Form einer Frage, die danach beantwortet wird. 
 


 Auch finden sich am Ende einer Abhandlung immer wieder Querverweise. Hier kann der Leser immer auch direkt ergänzend in einem anderen Kapitel weiterlesen, in das Thema noch tiefer einsteigen.



Auch Tipps tauchen im ganzen Buch immer wieder auf und verursachen beim Lesen so manches mal einen Aha-Effekt. 



Interessant ist, dass vermeintlich simple Themen aufgegriffen werden. Doch stellt man immer wieder während des Lesens fest, dass genau das die Dinge sind, über die man ständig bei der Ausübung seines Hobbys stolpert. So gelangt man beispielsweise im Kapitel 1 in eine Rubrik "Maschinennadeln". Dort ist nochmal in Wort und Bild genau erklärt, wie eine Nadel aufgebaut ist, welche Unterschiede es in Form und Beschaffenheit gibt und wofür sie jeweils verwendet werden. 

Spannend ist ebenso, dass im Buch einige Hilfsmittel gezeigt und erklärt werden, die man sehr gut in den Nähalltag einbauen könnte. Beispielsweise wird bei den Schrägbandformern nicht nur der manuelle gezeigt, den jeder zu Hause hat, sondern auch ein elektrischer Schrägstreifenformer. Ebenso vorgestellt werden die unterschiedlichen Schnittmusterpa-piere und in diesem Zusammenhang auch die Klipszange, auch Kerbschnittzange genannt. Diese verwendet man für die Kerben in Schnittmustern, die man später auf seinen Stoff überträgt und hat so immer sehr genaue Positionen für diese Markierungen, was später dann zu einer wesentlich genaueren Schnittteil-Form führt. Dies erleichtert die Näherei sehr, Problem des Zusammentreffens der Schnittteile gehören so der Vergangenheit an. Sicher kann man diese Kerben auch mit Edding auf dem Schnittbogen markieren oder auch mit der Schere die Knippse einschneiden. Doch mit diesem gezeigten Werkzeug geht es um ein vielfaches schneller, die Übertragung später auf den Stoff ist auch sehr viel einfacher. 

In den Kapiteln über die Nähpraxis gibt es auch sehr viele interessante Kapitel zu ent-decken. Ganz ausführlich beschrieben ist unter anderem auch die Thematik "Nahtzugaben versäubern". Von der Zackenschere über die Overlockversäuberung bis hin zur Rechts-Links-Naht ist alles erklärt, auch hier wieder in Wort und Bild, aber dennoch kurz und knapp. 

Ganz am Ende des Buches stehen noch einige interessante Links. Unter anderem habe ich einen Blog in der Empfehlung entdeckt, dem ich schon ganz lange folge, Mamahoch2.de


Durch die vielen praktischen Tipps, die kurz und bündig, aber dennoch sehr ausführlich im Buch abgehandelt werden, wird dieses Buch zu einem täglichen Begleiter. Seine kompakte Form macht es möglich, es in der Nähe der Maschine zu deponieren und so bei Bedarf immer wieder Dinge nachzuschlagen. Das Buch ist also eine absolute Bereicherung, nicht nur für Nähanfänger. 


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu ebenso keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "Nähen Tipps und Lösungen" vom Stiebner Verlag München, Bildrechte liegen allein beim Stiebner Verlag München.