Donnerstag, 31. März 2016

Kelly Bag

Mir geht es wie vielen Frauen, von Schuhen und Taschen kann ich nicht genug bekommen. Dabei ist es völlig egal, ob oder wie oft man diese Dinge benutzt. Ich habe ganz viele Schuhe, die sind bombastisch, aber irgendwie viel zu Schade, sie im Alltag zu benutzen. Sie sehen einfach nur gut aus. Dazu gehören die Heels, die ich schon letzte Woche beim Shirt LIV an hatte.

Und ebenso ging es mir früher mit Taschen, es konnten nicht genug vorhanden sein, eine passend zu jedem Outfit, das war der Plan. Irgendwann dann hab ich mich von einigen getrennt, viele davon hat meine Tochter, die Kleine, nun zum spielen, denn Kinder lieben es, Handtaschen zum spielen zu benutzen. Inzwischen hab ich noch eine heiß geliebte Tasche von Sansibar Sylt und eine von Liebeskind, ach ja und eine Ledertasche aus Italien, mehr nicht. Also musste einfach mal wieder etwas neues her, etwas besonderes, eine, die schnell genäht ist und doch hübsch aussieht. Und hier ist sie, meine neue Kelly Bag.


Ich stöberte vor einiger Zeit beim Weltbild-Verlag und stieß auf das Buch "Meine Tasche - Mein Design", welches glücklicherweise reduziert zu haben war. Schnäppchenjäger aufgepasst, das Buch ist die gesamten 3,99 Euro wert :) und glaubt mir, für diesen Satz bekomme ich Null Cent Provision, das ist meine volle Überzeugung. Die Kelly-Bag ist mir direkt ins Auge gestochen, als ich im Buch auf die Varianten zu den Grundtaschen stieß, ziemlich weit hinten, denn da war sie aus gelben Filz genäht. Die sah bombastisch aus und ich dachte mir, die muss ich haben.


Gesagt getan und ich stiefelte los, um nach Filz zu suchen. 4 mm sollte er sein, so die Empfehlung und er muss 60 cm breit liegen. Und da haben wir schon wieder das Problem, wie wichtig Quellen sind, die angeben, wo man diese Dinge herbekommt. Ich war auf der IBO, einer Messe mit einer ganzen Halle nur Nähutensilien und nix, kein einziger dicker Filz mit dieser Breite, alle nur 45 cm. In meiner Verzweiflung hab ich bei meinem Stoffdealer in Stockach dann etwas dünneren mitgenommen, der viel breiter lag, ich denke so 1 m, in dunkelrot.


Genau meine Farbe (passt im übrigen auch genau zu meinen Fersengold-Tretern ;-)) und so entstand die Kelly-Bag in dunkelrotem Filz. Die Schließe hatte ich schon länger mal mit bestellt, die lag hier rum und suchte ihre Verwendung. Nun hat sie ihre Bestimmung gefunden, in meiner Kelly-Bag.


Innen in der Tasche ist nicht viel los, da passt mein Geldbeutel, einmal Taschentücher und der Hausschlüssel und auch noch das Handy rein, dann wird es wohl schon reichen, auch was das Gewicht angeht. Aber mehr muss ja auch nicht.


Heute ist der 18. Geburtstag meiner großen Tochter und da werde ich die Tasche einweihen und mit zum Diner am Abend nehmen. Mal sehen, wem auffällt, dass es sich um ein Unikat handelt.

Euch allen einen schönen Donnerstag, meiner wird ein sehr schöner sein, denn es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, man hat sein Kind zum 18. begleitet und kann es mit gutem Gefühl in die Welt der Erwachsenen entlassen. Jennifer mein Schatz, ich wünsche dir alles Liebe zu deinem Geburtstag!

Mit dieser Kelly-Bag düse ich jetzt noch zu den Mädels von RUMS.

Dienstag, 29. März 2016

Alles Jeans - 80 blaue Nähprojekte

(Hinweis: wer direkt zu meinem Projekt möchte, scrollt sich nach unten durch ;-)


Quelle: Coverdownload Haupt Verlag Bern 



Alles Jeans - 80 blaue Nähprojekte
Laura Sinikka Wilhelm
Fotos von Marjo Koivumäki
ET: 07. März 2016
176 S. , durchgehend farbige Abbildungen
Format: 23,5 x 26 cm, 834 g
Klappenbroschur
Haupt Verlag
ISBN: 978-3-258-60136-6
CHF 29,90 (UVP) € 24,90 [D] € 25,60 [A]


Zur Autorin

Laura Sinikka Wilhelm ist studierte Textildesignerin in Deutschland und Finnland. Ihren Abschluss in diesem Beruf absolvierte sie an der FH Reutlingen. Sie arbeitet derzeit als selbständige Textil- und Modedesignerin, als Gastdozentin und Autorin, tritt immer wieder im SWR-Fernsehen auf. 

Finnland ist das zweite Heimatland von Wilhelm, da ihre Mutter Finnin ist. Viele nordische Einflüsse gibt es auch in den Projekten in ihren Büchern. Sie beschreibt sich selbst als kreativ, fröhlich, unkompliziert, manchmal unkonventionell, aber stehts als zuverlässig mit Spaß an ihrer Arbeit. 

Der Haupt Verlag Bern hat bereits zwei Bücher der Autorin veröffent-licht, "Es war einmal ein Hosenbein...." und "Das war doch meine Lieblingsjeans!"


Zum Inhalt

Von einer Jeans und deren Robustheit geht eine ganz eigene Magie aus. Das Buch von Wilhelm befasst sich mit Nähprojekten, die aus alten Jeans entstehen. Es bietet 80 Anregungen dafür, was aus einer Jeans alles noch werden kann. Nähvorlagen und detaillierte Anleitungen helfen beim Lieblingsprojekt, stehen auch online zum Download bereit. Von der Smartphonehülle, übers kuschelige Kissen bis hin zum Anglerhut ist alles dabei. So steht einem kreativen Nähabend nichts mehr im Wege.


Rezension

Schlägt man das Inhaltsverzeichnis auf, wird einem gleich klar, dass hier eine Menge Projekte abzuarbeiten wären, würde man jedes einzelne Nähstück herstellen wollen. 80 Projekte beinhaltet das Buch und eindrucksvoll wird das im Inhaltsverzeichnis bereits kund getan. Aufgeteilt in die Art des Projektes und mit viel Übersichtlichkeit wird man so als Leser im Buch empfangen.





Ohne viele Worte geht es dann direkt zu den Projekten. Diese sind stets mit einer Materialliste zu Beginn des Projektes ausgestattet und außerdem enthalten sie eine Einschätzung über den Schwierigkeitsgrad. Danach wird erläutert, was an Teilen benötigt wird und kurz eine Anleitung aufgeführt. Verschiedene Bilder des fertigen Projektes zeigen dem Leser, wie es am Ende aussehen kann oder lassen auch einfach nur Raum für Inspiration und eigene Ideen. 



Einige Projekte und der Zuschnitt der Schnittteile werden direkt anhand einer Schema-zeichnung einer Jeans gezeigt. So sieht man gleich, welche Teile der Jeans in welcher Form verwendet werden können. Dabei spricht die Autorin hier nur Empfehlungen aus, die durchaus nicht zwingend so übernommen werden müssen. 



Arbeitet man sich durch das Buch, merkt man, dass für jede Lebenslage das passende Projekt dabei ist. Und so ist man am Ende des Buches sicher auch in der Lage, eigene Recycling-Ideen für ausgediente Jeanshosen aus dem Schrank umzusetzen. Diese enorme Projektvielfalt macht das Buch zu einem ganz besonderen Buch und gibt einen Denkanstoß, Altes einfach noch einmal zu neuem Leben zu erwecken, denn solche Projekte haben einen ganz eigenen Charme.


Mein Projekt

Mir fiel es diesmal wirklich schwer, das richtige Projekt für mich auszuwählen. Nicht, weil ich keines finden konnte, welches mir liegt, sondern eher, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich zuerst probiere.




 Letztlich habe ich mich für eine Kosmetiktasche und einen Schlüsselanhänger entschieden, aus einer alten Jeans, die mir kürzlich ein junges Mädel vorbei gebracht hatte.  



Der Reißverschluss war kaputt und ich weigerte mich, diesen zu reparieren, zumal die Jeans gerne getragen war und man ihr das auch ansah. Zum Glück, denn so hatte ich nun den passenden Stoff für diese beiden Projekte.



Der Anleitung zu folgen war recht einfach, ist sie doch auch teilweise in Bildern vorhanden. Und so dauerte es nicht lange, war der Schlüsselanhänger fertig. Auch die Kosmetiktasche lief recht schnell unter meiner Nähmaschine durch. Und so war alles ratzfatz genäht und es sind zwei Teile mit Geschichte entstanden. 



Die beiden Utensilien bekommt das Mädel der Jeans und mal sehen, ob sie ihre Klamotte wieder erkennt.

Und da heute Dienstag ist, schicke ich mein Projekt und dieses Buch zu HOT und weil es um Jeans geht auch zu Mount Denim Ade 2016.

Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu ebenso keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "Alles Jeans " vom Haupt Verlag Bern, Bildrechte liegen allein beim Haupt Verlag Bern.

Montag, 28. März 2016

BuxSen Zeitschriften Sew Along "burda" - Zwischenstand

Heute gibt es die ersten Zwischenstände beim BuxSen Zeitschriften Sew Along. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Zeit gefunden haben, ihre Projekte zu beginnen. Hier könnt ihr mal schauen, wie weit alle sind.

Ich für meinen Teil hab angefangen, ein Teil sogar schon fertig, dafür aber auch ein Teil komplett über den Haufen geworfen. Der Rock aus der Burda, den werde ich nun doch nicht nähen. Mich beschlich das Gefühl, ich trage ihn am Ende doch eher nicht, zu brav das Ganze. Also hab ich mit dem Rock aus der burda easy begonnen und den Stoff genommen, der eigentlich für den Bleistiftrock vorgesehen war. Der Rock hat inzwischen geschlossene Nähte und die beiden Belege, also die Knopfleiste ist auch angenäht.


Fertig hab ich die Jacke, besser die Overoveroversize-Jacke, die in der burda easy auch ohne zu öffnenden Reissverschluss als Pullover genäht werden kann. Ich hab mich für die Jacke entschieden und es war die richtige Entscheidung. Reinluschern könnt ihr hier schon mal:



Und dann hab ich auch den Stoff für die Carmen-Bluse zum Rock gefunden und denke, ich werde die nachher noch zuschneiden, damit mal ein Anfang gemacht ist.


Wünsche euch allen noch einen schönen Restfeiertag! Wir widmen uns nun noch unserer Zunge, also nicht unserer, sondern die vom Billafinger Wasserbüffel, die in unseren Kochtopf sollte, damit sie heute Abend mit Kartoffeln und Meerettichsoße auf den Teller kommt.