Montag, 21. März 2016

Montagsfreuden

Nein, ich nähe nicht gerne für andere auf Bitte und Ja, ich hab es dennoch gerne getan, es war mir ein Herzenswunsch. Eine Freundin, mit deren Tochter meine Marie in den Waldorfkindergarten geht, hatte ihren 40er und mich gefragt, ob ich ihr nicht so einen Geburtstagshoodie nähen könnte, wie ich mir hier genäht hatte. Na klar, theoretisch kann ich das schon, praktisch versetzt mich das aber immer wieder in helle Aufruhr. Gerade, wenn ich nicht freiwillig zum verschenken etwas für andere nähe, blicke ich mit noch mehr kritischen Augen auf das Genähte. Der Anspruch, es perfekt machen zu wollen, bricht mir ganz oft das Genick und am Ende sehe ich Fehler, wo keine sind oder welche, die im Grunde nicht der Erwähnung bedürfen. Ja, so ist das eben.

Aber trotzdem, es war mir eine große Freude, Christina diesen 40er-Pulli nähen zu dürfen. Ich hab sie losgeschickt, damit sie einen Stoff besorgt und zurück kam sie mit einem dunkelblauen Sommersweat und einem Ringeljersey für Kapuze und Ärmel, Abschlussbund und sonst was. Ich hasse Ringel-sweat, den zu vernähen ist immer furchtbar, sieht man da doch immer gleich, wenn es nicht auf den mm stimmt. Aber nun ja, ich musste nehmen, was ich bekam :) Also legte ich los und es gab einen Riley für Christina:


Die Zahlen wurden mit Kunstleder appliziert. Aus einem Rest hatte ich noch ein "Dekoelement" an der Tasche angebracht.


Das Kapuzenband hatte ich aus Resten des Ringeljerseys gemacht. Der lag so schön breit, dass es gut gereicht hatte. Und zum Schluss hab ich noch mit meinen neuen Stempeln etwas in das Rückenteil des Shirts gestempelt, so, dass es nicht gleich auffällt, aber doch sichtbar ist, schaut man genau hin.


Und dann waren da noch Schnippsel vom Stoff übrig und ich fragte Christina, ob ich ihrer Johanna auch noch einen Kapuzenpulli nähen dürfte oder sie den Stoff zurück möchte. Naja, sie wollte den Pulli und so gab es noch einen Louis. Lediglich in der Kapuze musste ich den Stoff gegen den Fadenlauf zugeschnitten verwenden, weil er einfach dann zu Ende war. Aber da macht es ja nix, ist ja ohne Funktion, was die Dehnung angeht.


Auch Johanna hat vorne ihr Geburtsjahr bekommen und hinten habe ich aus einer Restjerseynudel ein Herz aufgenäht. So ähnlich hatte ich es hier ja schon einmal gemacht.


Bei Johanna habe ich am Ende noch etwas Tüddelei angebracht und das Kapuzenband ist ein Schubändel.


Und auch da habe ich in das Rückenteil innen etwas gestempelt, ein J für Johanna und die Größe.


Da mich diese Arbeit mehr als nur gefreut hat, darf sie heute zur Linkparty von Zwergstücke "Montagsfreuden".

Kommentare:

  1. Oh ich bin auch zu pingelig . Ich kann gar nicht gut für andere nähen . Da braucht es viel mehr Zeit als für mich . Und wenn andere für mich was nähen .... pfff .
    Diesen Pulli gibt es allerdings nix dran zu meckern , den finde ich mega cool . Große klasse :))
    LG Heidi

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  2. Ich nähe auch am liebsten für mich selbst, da kann ich dich gut verstehen! Besonders was die Extraschippe pingelig angeht....

    Die Sweats sind der Hammer! Mit all' den tollen Details. Das mit den Größen einstempeln habe ich noch nie gesehen. Eigentlich viel zu schön zum verschenken ;-) LG Tutti

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