Freitag, 7. März 2014

Und hier eine sportliche Variante vom Schnitt "Maxi"

Ich wollte nochmal eine andere Version des TOSCAminni-Schnittes nähen und hab hier eine sommerlich-sportliche Variante gemacht. Dafür hab ich am Vorderteil eine Besatzleiste angeschnitten und mit Vlies verstärkt, damit die Druckknöpfe nicht ausreißen. Ist diesmal beides Jersey von Sanetta.


TOSCAminni-Schnitt "Maxi"

Ihr wisst ja, dass ich die Schnitte von Silvy über alles Liebe. Sie sind immer schon mit Nahtzugabe und gehen stets leicht von der Hand. Außerdem finde ich sie immer sehr flexibel, man kann aus einem Schnitt meist mehrere schöne Varianten zaubern.

Ich habe mich gestern Abend an der Trachtenjacke "Maxi" versucht. Den Schnitt findet ihr hier im Shop von Toscaminni. Und da ich keine Trachtenjacke brauchte, aber Marie den Frühling begrüßen wollte, hab ich ihr diese Variante genäht:


Außen habe ich einen bunten Babycord verwendet, innen einen dicken Jersey. Die Jacke wird nur mit einem Knopf geschlossen am Riegel oben. Als Knopf hab ich einen Perlmutt-Druckknopf von Prym genommen.

Der Schnitt ist größengerecht bemessen. Hab für Marie eine 98 genäht und die Jacke passt ihr perfekt. Lediglich mit einem dicken Pullover gestaltet sich das Anziehen der Ärmel etwas mühsam, da in meinem Fall der Oberstoff nicht dehnbar ist. Gegangen ist es dennoch und nun weiß Marie auch, dass man die Ärmel mit den Fingerchen festhalten kann, um in eine Jacke zu schlüpfen.

Donnerstag, 6. März 2014

Endlich rumst es auch mal bei mir

Schon ganz lange schaue ich mit großer Bewunderung den RUMS-Damen zu und wollte immer schon mal auch mitmachen. Aber für meine Sachen hab ich einfach wenig Zeit, immer gibt es nur Krümelklamotten oder Geschenke für andere Muttis. Also musste ein flotter Schnitt her und siehe da, dieser Oversize-Shrug ist perfekt dafür geeignet:


Das Schnittmuster ist von Pulsinchen, danke schön dafür, und ihr könnt es hier herunterladen. Ich hab mir noch einen Druckknopf angebracht, so kann ich die Jacke auch mal geschlossen tragen.

Dienstag, 4. März 2014

Kostüm Heft 279, Rock Nr. 213 und Jacke Nr. 212

Mein bislang größtes Lutterloh-Projekt war dieses Kostüm hier:
(Copyright by Modeverlag Lutterloh)
 
Begonnen habe ich ganz klar mit der Erstellung des Schnittes. Als ich mir die Vorlage ansah, wußte ich schon, dass ich es ein klein wenig modifizieren wollte. Ich hab es nicht so gerne, wenn die Jacke direkt in der Hüfte endet und so hab ich vor der Schnitterstellung bereits Änderungswünsche notiert. Der Bund wurde von mir verlängert, die Ärmel wurden insofern geändert, dass ich keine Ärmel mit Falten haben wollte wie es im Original vorgesehen war. Auch die aufgesetzten Taschenklappen an der Jacke wollte ich nicht haben.
 
Folgende Teile hab ich dann zugeschnitten:
 
Rock:
AD = Vorderteil 1 x im Stoffbruch
BD = Rückenteil 2 x
AH = Bund vorn je 2 x aus Stoff und 1 x aus Vlieseline
BH = Bund hinten 1 x im Stoffbruch je aus Stoff und Vlieseline
AY = Taschenklappen 4 x (für Rock)
 
Jacke:
A = Vorderteil 2 x Stoff plus 2 x Besatzleiste (je 4 cm zzgl. NZ)
B = Rückenteil 1 x im Stoffbruch
AH = Bund vorn je 2 x Stoff und 1 x Vlieseline
BH = Bund hinten 2 x im Stoffbruch
G = Kragen 2 x Stoff und 1 x Vlieseline
E = Ärmel 2 x
 
 
Als erstes hab ich den Rock genäht. Vor den Zusammennähen hab ich alle Teile mit der Overlock versäubert. Die vorderen Abnäher werden gesteckt, kontrolliert, ggf. korrigiert und danach genäht.



 Nun werden die Taschenklappen zusammengenäht, rechts auf rechts, danach umgedreht und ggf. abgesteppt. Die Taschenklappen werden nun auf das Rockvorderteil, mittig am Abnäher platziert und festgesteckt, danach genäht.

Nun wird der Bund genäht, verstürzt und danach am Rock festgenäht. Dabei liegen die Teile (Rock und Bund) rechts auf rechts und alle Schnittkanten zeigen in eine Richtung.

Jetzt nur noch die Seitennähte schließen und die hintere Mittelnaht bis zum RV. Der Unterrock (in meinem Fall aus Futterstoff) ebenso nähen. Als nächstes wird der RV in den Oberrock eingenäht und im Anschluss daran Ober- und Unterrock miteinander vernäht. Ich lege dafür die Teile rechts auf rechts und nähe unten entlang der Saumnaht. Mein Unterrock ist daher von Haus aus ein paar cm kürzer, da ich ihn im Anschluss nach innen ziehe. So hat man keine Saumnaht und es sieht in meinen Augen schöner aus. Hab ich das Futter nach innen gezogen, wird es nur noch unter den Bund gelegt, dieser umgeklappt und abgesteppt. Am RV wird das Futter von Hand angenäht und es werden die Knöpfe an den Taschen positioniert. Im Ergebnis sah das dann bei mir so aus:


Als ich die Jacke genäht hab, bin ich im Grunde ähnlich von den Arbeitsschritten her vorgegangen. Also zuerst alle Teile versäubern und dann alle Abnäher nähen (vorher auch wieder nur stecken und Passkontrolle!)



Dann hab ich Vlieseline auf Bundstreifen, Kragen und Knopfleiste aufgebügelt. Das Futter der Jacke hab ich ebenso genäht wie die Jacke an sich. Beim einnähen des Futters bin ich vorgegangen wie beim Rock, hab also erst einmal nur die Ärmel genäht (re auf re) und das Futter nach innen gezogen. Der Rest vom Futter ist dann ja beim Nähen des Bundes bzw. des Kragens verschwunden und vernäht worden.

Ganz am Schluss hab ich die Besatzleisten umgenäht und die Knopflöcher gemacht, die Knöpfe an der anderen Leiste angenäht. Nachdem der Bund an der Jacke verstürzt wurde, hab ich diesen ringsherum nochmal abgesteppt.



 Und so sah das ganze dann aus, als es ausgeführt wurde :)




Sonntag, 2. März 2014

Pullover Heft 279, Modell 225




 Mein allererstes Lutterlohprojekt war dieser Pullover hier, einfach um zu sehen, wie tauglich das System ist und ob ich überhaupt damit klar komme. Ich hatte mir den Pullover rechts auf dem Bild ausgesucht und direkt losgelegt, ohne viel zu überlegen.

(Copyright by Modeverlag Lutterloh)
 
 
Zuerst habe ich mir nach Anleitung die Körpermaße genommen und dann die einzelnen Schnittteile gezeichnet. Dazu sticht man mit einer Pin-Nadel in das Markierungskreuz und setzt die Punkte mit Hilfe des beigefügten Lutterloh-Messwerkzeuges.
 


Danach werden die Punkte verbunden. Wenn man sich bezüglich der Art der Kurve nicht sicher ist, kann man auf der Packung der Lineale schauen. Hier sind Beispiele gegeben, wo und wann welches der Kurvenlineale angesetzt wird. Mit ein wenig Übung und nach einigen Projekten weiß man dann aber selbst schon, wie in etwa das fertige Schnittteil auszusehen hat.
 
 
Bei diesem Schnittmuster habe ich am Ende drei Schnittteile:
1 Ärmel
1 Vorder- und 1 Rückenteil
 
Für den Kragen benötigt man kein extra Schnittteil, kann sich aber dennoch eines in den angegebenen Maßen anfertigen. Es handelt sich um ein Rechteck, daher kann auch direkt am Stoff gemessen werden. So ist man auch flexibler und kann bei jedem Pullover neu entscheiden, wie groß der Kragen sein soll.
 
Ich habe alle Schnittteile zugeschnitten, je mit 1,5 cm Nahtzugabe. Dazu mache ich mir keine Markierungen, sondern arbeite nach Augenmaß. Mir ist das auf Jersey und anderen leichten oder dehnbaren Materialien sonst zu viel Aufwand. Kleinere Differenzen gleiche ich dann beim Nähen mit der Overlockmaschine aus.
 
Zuerst werden die Schulternähte geschlossen. Im Anschluss setzt man beide Ärmel ein und bevor ich die Seitennähte schließe, nähe ich den Kragen.
 
Hierzu wird das Rechteck an der kurzen Seite zusammengenäht. Dann teile ich meinen Kragen und auch meinen Ausschnitt in 4 gleiche Teile und markiere diese 4 Punkte mit einer Nadel oder einem Strich. Ich stecke Kragen (der liegt bei mir direkt doppelt) und Ausschnitt zusammen an den markierten Punkten (offene Seite des Kragens liegt an der Schnittkante des Ausschnittes). Mit der Overlock und unter Zug von Punkt zu Punkt nähe ich den Kragen fest.
 
Danach wird die Seitennaht geschlossen, in einem Rutsch mit den Ärmelnähten. Am Ende versäubere ich nur noch mit der Covermaschine (wer keine hat nimmt die Nähmaschine) den Bund und die Ärmelbündchen. Bei dem Animalprint-Shirt habe ich als Saum einen Rollsaum gewählt und dies mit der Overlock gemacht.
 
Den Schnitt hab ich bereits zweimal genäht, hier meine Ergebnisse: