Donnerstag, 20. Februar 2014

Der große Fotoguide für die perfekte Passform von Sarah Veblen


Lieferbar seit: 01/2014, 1. Auflage
224 S. , über 650 Abbildungen
Format: 28,5 x 23,5 cm
Spiralbindung
ISBN 978-3-8307-0915-2

 
Schon seit einiger Zeit habe ich mir das Lutterloh-System zugelegt. Ich weiß nicht, wer von euch dies kennt, aber wer es kennt und nutzt weiß, dass man hier das ein oder andere Mal etwas ändern muss, sofern man nicht die perfekten Proportionen hat – und wer hat die schon J Also war ich schon lange auf der Suche, nach einem korrespondierenden Buch, welches mir die Arbeit mit Lutterloh noch leichter und das Ergebnis am Ende noch perfekter macht. Dieses Buch hab ich nun nach etlichen Fehlkäufen gefunden, beim Stiebner Verlag, von dem ich schon einige sehr tolle Nähbücher habe und noch nie enttäuscht wurde.

„Der große Fotoguide für die perfekte Passform“
von Sarah Veblen

Das Buch wurde aus dem englischen übersetzt, erschien dort unter dem Namen „The complete Photo Guide to Perfect Fitting“.

Zum Autor:
Sarah Veblen ist eine Modedesignerin die von zu Hause aus arbeitet.  Seit über 25 Jahren näht sie Kleidung für private Kundschaft. Außerdem agiert sie als Dozentin und hält viele Workshops für Nähgruppen oder Organisationen. Alles, was Sarah für ihre Kunden näht, ist spezialisiert und individuell angepasst, damit sich der Kunde rundherum wohl fühlt in seiner Kleidung.  Neben diesem Buch hat Sarah auf der Seite http://www.patternreview.com/viele Tipps und Tricks rund ums Nähen zusammengetragen.

 
Zum Buch:
Für den ersten Eindruck, so sagt man, gibt es keine zweite Chance. Den braucht das Buch auch nicht, denn sofort nach dem Auspacken stellt man fest, dass es wieder ein Buch mit Spiralbindung und Hardcover ist. Absolute Spitze lieber Stiebner Verlag! Man kann sich das Buch wirklich mit der aufgeblätterten Seite neben die Maschine oder den Zuschneidetisch legen, ohne dass ständig die Seite wieder zuklappt. 

Nun gut, das war nur der erste und äußere Eindruck. Doch schon beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses erkennt man, dass das Buch klar strukturiert und inhaltlich richtig prall gefüllt ist. Beginnend mit den Grundlagen, durch was sich beispielsweise gut sitzende Kleidung auszeichnet, geht es über die Vorgehensweise beim Anpassen eines Kleidungsstückes hin zu den Schnittmusterkorrekturen.

„Eine Frau, die gut sitzende Kleidung trägt, ist immer von einer schönen Aura umgeben, unabhängig von ihrer Figur und ihren Gesichtszügen. Die Kleidung verleiht ihrem Körper Ausgewogenheit und schmeichelhafte Proportionen, die das Auge der anderen erfreuen. Sie ist definitiv ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit.“                    (Zitat aus „Der große Fotoguide für die Perfekte Passform, Seite 7)

Mal ehrlich, der Satz geht doch runter wie Öl oder nicht? Genau hier ist doch der Nagel auf den Kopf getroffen. Egal ob groß, klein, dick, dünn, unförmig oder mit Standardfigur gesegnet. Wenn wir schlecht sitzende Kleidung tragen, strahlen wir auch aus, dass wir uns nicht wohl fühlen. Und das muss einfach nicht sein. Jeder, der sich selbst Kleidung näht, weiß, dass bei den Schnittmustern aller Hersteller immer Normmasse verwendet werden. Aber wer von uns hat schon Norm? Die wenigsten und daher ist man immer zuerst damit beschäftigt, das Schnittmuster abzuändern, bevor man ein brauchbares Ergebnis erhält. Aber meist liegt hier schon ein gruseliges Ergebnis vom ersten Versuch vor, den man unternommen hat, in der Euphorie, schnell das Wunschschnittmuster in die Tat umzusetzen. Ärgerlich, wenn man bedenkt, dass man Stoff und vor allem Zeit nirgends geschenkt bekommt.

Das Buch ist ein Lehrbuch und kein Nachschlagewerk wie ein Duden. Man muss sich von vorne nach hinten durcharbeiten, zumindest einmal. Informationen der Folgekapitel setzen immer Kenntnisse aus dem Vorkapitel voraus. Also sollte man hier systematisch vorgehen und Stück für Stück die Dinge im Buch lesen und verstehen, anwenden und sich am Ergebnis erfreuen.

In den Grundlagen bekommt man so nach und nach aufgezeigt, dass und vor allem wie man seine Augen trainieren kann, um Passformprobleme zu erkennen. Die Models im Buch haben im Übrigen bewusst nicht die Maße 90-60-90, sondern es sind Frauen mit figürlichen Ecken und Kanten, so bezeichnet es die Autorin im Buch. Ich fühle mich dann immer wohler, denn da wird mir nichts vorgegaukelt, sondern ich sehe die Dinge realistisch. Es wird dann beschrieben, wie man mit Kaufschnittmustern umgeht, diese verstehen sollte und was damit zu tun ist. Welche Maße für das wählen der Größe wichtig sind und wie genau ich sie ermittle ist auf ein paar Seiten sehr ausführlich beschrieben. Als ich mir das Kapitel durchgearbeitet habe, hatte ich so manches Mal einen absoluten Aha-Effekt, denn so detailliert hatte ich mir da noch gar nie Gedanken gemacht.  Eine Zusammenfassung in Form einer Größentabelle vervollständigt diesen Kapitelbereich. Im Buch wird dann darüber gesprochen, wie man (das Auge) Passformprobleme erkennen kann und es wird auch erklärt, wie man das Erkennen erlernen kann. Es wird die HBL (horizontale Bezugslinie) genau erklärt und vor allem auch auf Bildern gezeigt, sei es beim Rock oder aber an Oberteilen, gezeigt, wo man diese Hilfslinien vor dem Ändern des Schnittmusters dort einzeichnet und und und. Dieses Grundlagen-Kapitel ist ganze 77 Seiten lang, daran seht ihr, wie ausführlich hier alles abgehandelt wird.

Kapitel zwei zeigt den Arbeitsprozess auf, der zum anpassen eines Kleidungsstückes notwendig ist. Auch hier, wie schon in Kapitel 1, immer in Wort und Bild. Die Bilder sind, wie ich finde, fast wichtiger als der Text, denn das Auge nimmt meist mehr auf als unser Gehirn, zumindest ist es bei mir so. Ich kann Dinge im Bereich Schneidern mit Bildern besser umsetzen, als wenn ich nur Schrift als Erläuterung habe. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es wirklich keinen Bereich, der nicht behandelt wird. Sei es Probleme mit Abnähern an Rock oder Oberteil oder die richtige Platzierung des Armloches, Hilfe bei Körperasymmetrien oder Lösungsansätze für verschiedene Figurtypen, alles da, nichts fehlt. Es wird hier immer das Beispiel am realen Modell gezeigt und danach auch noch die Handhabung beim Abändern eines Schnittmusters. Das ist wirklich große Klasse.  Bei dem Kapitel, in dem es um die Anpassung einer Hose geht, musste ich direkt an einen Workshop in der Nähfabrik denken. Die Leiterin des Workshops, Inge, hat genau so den Mädels gezeigt, wie sie sich IHRE Hose nähen und wie sie auf ein optimales Endergebnis kommen. Und es haben alle hinbekommen und so werdet ihr das auch hinbekommen, mit diesem tollen Buch.

Im letzten Kapitel dann behandelt die Autorin noch die Änderungen, die an Teilen wie Kragen oder Besatz notwendig werden, wenn das Kleidungsstück verändert wurde.

Alles in allem kann ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Für 29,90 Euro bekommt man hier ganz schön viel Input, mit dem man tatsächlich etwas anfangen kann. Ich bin mir sicher, dass gerade Lutterloh-Besitzer(innen) hier viel erlernen können, die die Arbeit mit diesem System noch angenehmer gestaltet.

Wer Fragen hat, nur her damit. Ich stehe euch natürlich Rede und Antwort, soweit es mir möglich ist. Wen ich neugierig gemacht habe und wer fest davon überzeugt ist, dass er dieses Buch möchte, kann es hier erwerben:


oder auch über andere Buchhändler.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Meine erste Bandito

Oh schon so lange bin ich um den Schnitt herumgeschlichen und hab die Banditos von Silvia aus der Nähfabrik immer bewundert. Also hab ich kurzerhand bei der letzten Stoffbestellung in Michas Stoffecke gleich den Schnitt mitbestellt. Aus einem Reststoff Sweat hab ich passend zur gestern genähten Bequemhose die Jacke genäht. Die Kapuze hab ich gefüttert, ich mag es nicht gern, die Innennähte in der Kapuze sichtbar zu haben (jeder hat so seinen Fetisch gel).

So 100% zufrieden bin ich mit meinem ersten Bandito-Versuch noch nicht, aber finde es schon ganz ok. Der Reißverschluss muss 2 cm länger sein nach oben, hier muss ich wohl nochmal gschwind shoppen gehen. Den verwendeten Reißverschluss mit dem Zipper als Schneeflocke hab ich von hier.
Aktuell ist dieser aber nicht mehr im Sortiment. Schade, denn die haben sehr viele so schöne im Programm gehabt.

Das ist doch mal eine tolle Sache...

Beim überschweben der Bloggerwelt ist mir dieser Blog hier besonders aufgefallen:


Beim runterscrollen hab ich eine Krabbeldecke entdeckt, die man überall mit hinnehmen kann und da dachte ich direkt, das wär noch ein klasse Überraschungsprojekt für meine Freundin, die ihren Zwerg bald schon auf die Welt bringt. Der Schnitt kostet nur 2 Euro, naja, man bezahlt hier vielmehr die Idee, denn ansonsten wäre ein Schnitt hier sicher nicht zwingend notwendig. Aber das allerbeste daran ist, dass dieses Geld nach Kamerun gespendet wird, an eine Nähschule. Da kann ich nur ganz laut rufen "RESPEKT"....vor Menschen, die sich nicht nur um sich selbst kümmern und mit ihrer Arbeit gutes tun.

Ein Klick auf den Schnitt könnt ihr ja mal wagen:

http://www.farbenmix.de/shop/Alle-Kreativ-Ebooks/ELFENLAND-Spiellandschaft-zum-Mitnehmen-Kreativ-Ebook::11458.html

Montag, 17. Februar 2014

Frau Pinguin

Na wenn es schon keinen Winter gibt, dachte ich mir, hol ich den Winter zumindest in den Kleiderschrank von Mariechen. Also hab ich mir einen tollen Pinguin-Interlock in Michas Stoffecke bestellt. Den unifarbenen hellblauen Interlock hatte ich noch von meiner Martha übrig. Die Hose ist ein Schnitt aus der aktuellen Ottobre und der Kapuzenpulli ist das kostenlose Schnittmuster von Alles-für-Selbermacher. Die Passform ist soweit ok, der Pulli ist tendenziell eher großzügig geschnitten, das Kind ist also nicht eingeengt. Ich hab eine Nummer größer genäht, da die Maus ja im Wachstum ist (Gr. 92/98) :)

Sonntag, 16. Februar 2014

Na, wer kanns erraten?

Was die Marie an Fastnacht ist?


Die Schnittmustervorlage hab ich von hier. Einfach und fix zu nähen und es sieht einfach zauberhaft aus. Von der Größe her waren keine Angaben auf dem Schnitt, hat aber auf Anhieb der kleinen Marie gepasst, also dürfte es so ca. Gr. 92/98 sein. Der Schnitt wächst mit, da unten und oben am roten Teil ein Gummizug ist. Ich lasse hier den Gummi länger und mache eine Schleife, so kann man ihn später etwas weiter machen und das Kostüm nochmal anziehen.

Dieser Hut steht ihr gut...

...es ist der Hut Becky von TOSCAminni. Bis zum 28.02.2014 könnt ihr alle noch den Hutschnitt zum günstigeren Preis erwerben und am Hutwettbewerb teilnehmen. Der Hut ist superschnell genäht und sehr einfach zu fertigen, also auch sehr gut für Anfänger geeignet. An Material nehmt, was ihr zur Hand habt, Baumwolle, Jeans, Cord oder wie ich Fleece.